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Mo., 29.02.2016

Gewerkschaft der Polizei tagt Polizei beklagt zunehmende Gewalt gegen Einsatzkräfte

GdP-Chef Arnold Plickert mit dem Leiter der Autobahnpolizei-Kreisgruppe der GdP, Franz-Bernhard Eisenberg (l).

GdP-Chef Arnold Plickert mit dem Leiter der Autobahnpolizei-Kreisgruppe der GdP, Franz-Bernhard Eisenberg (l). Foto: hpe

Münster - 

Der Chef der Gewerkschaft der Polizei in NRW, Arnold Plickert klagt über eine zunehmende Gewalt gegen Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte. Auch seien immer mehr junge Männer mit Messern unterwegs, so Plickert bei einem Treffen mit Kollegen der Autobahnpolizei in Münster.

Von Helmut Etzkorn

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) beklagt die Zunahme von Gewalt gegenüber Einsatzkräften und Rettungsdienstmitarbeitern. „Der allgemeine Werteverfall und die zunehmende Respektlosigkeit gegenüber Amtspersonen sind ein Problem“, so am Montag bei einer Mitgliederversammlung der gewerkschaftlich organisierten Autobahnpolizisten in Münster.

Sorge mache auch die zunehmende Bewaffnung vor allem der jungen Männer zwischen 17 und 25 Jahren, die immer häufiger das Messer griffbereit in der Tasche hätten. „Für unsere Kollegen im Streifendienst ist das eine der gefährlichsten Einsatzsituationen, und wir müssen der Bevölkerung klar sagen, dass in solchen Fällen auch ein Schusswaffengebrauch schnell zum Mittel der Wahl werden kann“, so Plickert. Ähnliches gelte für Hooligan-Einsätze. „Heute kommen die Angreifer vermummt mit Baseballschlägern und Quarzhandschuhen und schlagen auch auf die noch ein, die schon verletzt am Boden liegen. Das gab es früher kaum“, so Plickert.

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Wir müssen der Bevölkerung klar sagen, dass in solchen Fällen auch ein Schusswaffengebrauch schnell zum Mittel der Wahl werden kann.

GdP-Landeschef Arnold Plickert

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Die Gewerkschaft fordert in der politischen Bewertung von Übergriffen gegen Beamte einen „Paradigmenwechsel“. So müsse es beispielsweise bei Widerstandshandlungen gegen Polizisten eine höhere Mindeststrafe geben, um Beamte besser „gegen den Volkszorn zu schützen“. Der Einsatz von Bodycams, die Polizisten im Einsatz tragen sollen, wird begrüßt. Ebenso wie die Ausstattung mit effektiveren Schutzwesten. „Die Bedrohungslage ist real, und die terroristischen Einschläge kommen näher“, so Plickert.

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