Fr., 04.03.2016

Matthias Lilienthal bei den „Münster Lectures“ Theaterflatrate für junge Leute

Der Theatermann Matthias Lilienthal setzt sich für ein „Theater für alle“ ein, das in die Stadt wirkt.

Der Theatermann Matthias Lilienthal setzt sich für ein „Theater für alle“ ein, das in die Stadt wirkt. Foto: Sima Dehgani

Münster - 

Was Shabby Shabby Apartments“ sind und wie eine Theaterflatrate funktioniert, erklärt Matthias Lilienthal im Pumpenhaus

Im Pumpenhaus spricht Matthias Lilienthal im Rahmen der „Münster Lectures“ anhand ausgewählter Projekte am Dienstag (8. März) um 19 Uhr über seine Arbeit als Theatermacher. Sein Credo „Theater für alle“ ist an sich kein neuer Gedanke: Lilienthal möchte die Hemmschwellen des Publikums senken. Das Theater soll in die Stadt hineinwirken.

Als Intendant der Münchner Kammerspiele führte Lilienthal eine Theaterflatrate für junge Leute ein: 80 Euro für ein Jahr Kammerspiele. An diese Idee knüpft auch sein Projekt „Shabby Shabby Apartments“ an, das er 2014 in Mannheim startete. Gemeinsam mit dem Architekturkollektiv „raumlaborberlin“ thematisierte er Ideen für temporäres Wohnen in der Stadt und stellte damit grundsätzliche Fragen: Wem gehört die Stadt? Was bedeutet öffentlicher Raum? Wie wollen wir leben? Diese Fragen stellt Lilienthal auch in Münster und erläutert seinen Zugang anhand ausgewählter Beispiele und aktueller Themen.

Als Chefdramaturg der Volksbühne unter Frank Castorf von 1992 bis 1999 initiierte Matthias Lilienthal das Engagement von Christoph Marthaler und Christoph Schlingensief am Haus. 2002 war er Programmdirektor für das „Theater der Welt“. Von 2003 bis 2012 war er künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des Hebbel am Ufer (HAU) in Berlin. Lilienthal ist seit Oktober 2015 Intendant der Münchner Kammerspiele.

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Der Eintritt ist frei.



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