Mo., 07.03.2016

Integration „Nicht die alten Fehler wiederholen“

Der Arbeitskreis Integration der CDU-Landtagsfraktion tagte (v.l.): Andé Kuper, Henning Rehbaum, Serap Güler

Der Arbeitskreis Integration der CDU-Landtagsfraktion tagte (v.l.): Andé Kuper, Henning Rehbaum, Serap Güler Foto: da

Münster - 

Münster gilt in Fragen des Umgangs mit Flüchtlingen durchaus als Vorzeigestadt. Das lockte jetzt auch Politiker hierher.

Von Dirk Anger

Es sei eine Binsenweisheit, räumte Serap Güler ein. Aber: „Integration gelingt vor Ort“, stellte die integrationspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion fest. Und weil Münster dabei durchaus Vorbildcharakter hat, wie Güler und ihre Mitstreiter befinden, traf sich der Arbeitskreis Integration der CDU-Fraktion zu einer Klausurtagung in der Stadt. Auf der Tagesordnung standen aktuelle Fragen der Flüchtlings- und Integrationspolitik, des Islams in Deutschland sowie das Thema Digitalisierung.

Man dürfe bei der Integration nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen, erklärte Güler unter Verweis auf die Geschichte der Gastarbeiter. Deshalb sei insbesondere das Thema Sprachvermittlung wichtig, erklärte die türkischstämmige CDU-Politikerin aus Köln. „Bei diesem Thema haben wir noch Luft nach oben.“ Güler und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende André Kuper nahmen dabei das Land in die Pflicht, sich stärker im Bereich der Sprachkurse zu engagieren, obgleich es sich im Grundsatz um eine Aufgabe des Bundes handele.

Was die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt anbelangt, müssen bürokratische Hürden abgebaut werden, forderte die CDU. Das betreffe vor allem die Anerkennung von Berufsabschlüssen. Hier will man sich für eine Änderung des entsprechenden Landesgesetzes stark machen, hieß es.

Wie wichtig die Einführung eines islamischen Religionsunterrichts ist, erfuhren die CDU-Landespolitiker vom münsterischen Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide. Das helfe im Kampf gegen den Salafismus, so die übereinstimmende Ansicht. Als weitere Gesprächspartner aus Münster hatte der Arbeitskreis Integration den früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Ruprecht Polenz sowie Oberbürgermeister Markus Lewe eingeladen. 

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