Di., 08.03.2016

"Max+?"-Konzert Freunde unter sich: Daniel Wirtz trifft Max Buskohl im Jovel

"Easy": Daniel Wirtz und Max Buskohl im Jovel.

"Easy": Daniel Wirtz und Max Buskohl im Jovel. Foto: Gunnar A. Pier

Münster? Da fällt Daniel Wirtz viel ein. „Es gibt eine Menge schöner Erinnerungen, die aber alle mit Kopfschmerzen enden.“ Durchzechte Nächte im Go-Go – aber das ist lange her. Heute ist er ein erfolgreicher Musiker und kam als Stargast in die Domstadt. Am Montag krönte er das sechste Konzert der Reihe „Max+?“.

Von Gunnar A. Pier

Wieder hatte Max Buskohl, Namensgeber der Reihe, drei Acts zum lockeren Musizieren eingeladen. Zwei Namen waren vorher bekannt. Den Anfang machte Karl Neukauf, der sich erst den launigen Fragen von Gastgeber Max stellte und dann, begleitet vom Piano, eine Kostprobe seiner skurrilen Lieder gab.

Die zweite Band schlug gänzlich andere Töne an: „Stark.Müller.Thornton“ hatte Buskohl angeladen, weil er so angetan war von Schlagzeugerin Theresa Stark. Das Trio spielte Instrumentale, die sie selbst in die neu erfundene Schublade „Pseudo-Jazz“ einsortierten.

Fotostrecke: Daniel Wirtz beim "Max + ? = Montag"-Konzert

Dann schlug die große Stunde des Überraschungsgasts. Er gehört fest zum Konzept der Reihe – und ist in der Regel eigentlich den Jovel-Club-Dimensionen längst entwachsen. Aber so Musiker kennen sich eben untereinander und machen sich gerne mal den Spaß, im kleinen Laden zu spielen. So hat Max Buskohl Daniel Wirtz eher zufällig in Karlsruhe kennen gelernt. Die Chemie stimmte und Wirtz sagte zu, obwohl er 2016 eigentlich nur bei Festivals wie „Rock am Ring“ spielt.

Mit wenigen Songs bewies der Musiker, der einst mit der Band Sub7even berühmt wurde und dann durch die Fernsehsendung „Sing meinen Song“ seinen Solo-Durchbruch schaffte, seine Bandbreite. Ob Balladen, nur mit der akustischen Gitarre begleitet, oder fette Rocksongs, bei denen ihn eine Art Jovel-Hausband unterstützte: Wirtz begeisterte mit einem packenden Auftritt.

Das große Finale war wieder improvisiert und bezog genau daraus seine Kraft: Zusammen spielten die Musiker „Easy“ von den Commodores. Die Quittung: Jubel im Jovel – und eine weitere gute Münster-Erinnerung. Ob Daniel am Dienstag Kopfschmerzen hatte, ist nicht überliefert.

Fotostrecke: Die Reihe "Sebel+?" / "Max+?" im Jovel



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