Mi., 16.03.2016

BASF Coatings trennt sich von der Sparte Industrielacke Bis zu 300 Arbeitsplätze sind bedroht

Am weltgrößten Lackstandort in Hiltrup beschäftigt die BASF Coatings 2300 Mitarbeiter.

Am weltgrößten Lackstandort in Hiltrup beschäftigt die BASF Coatings 2300 Mitarbeiter. Foto: BASF

Münster-Hiltrup - 

Akzo Nobel will die Sparte Industrielacke von der BASF Coatings kaufen. Bis zu 300 Arbeitsplätze seien bedroht, hieß es am Mittwoch.

Von Michael Grottendieck

Wie viele Arbeitsplätze gehen am weltgrößten Lackstandort in Hiltrup verloren, wenn die BASF Coatings ihre Sparte Industrielacke an den Konkurrenten Akzo Nobel verkauft? Dass sich die Unternehmen über den Verkauf prinzipiell geeignet haben, teilte die Betriebsleitung gegenüber 500 Mitarbeitern mit, die sich am Mittwoch zur ordentlichen Betriebsversammlung eingefunden hatten.

Die Angaben über die Zahl der Arbeitsplätze, die möglicherweise bei der BASF verloren gehen, klaffen ausein­ander. Seit Wochen steht die Zahl von 100 im Raum, denn Labor-, Vertriebs- und Servicemitarbeiter sollen sofort zu Akzo Nobel übergehen. Doch Skeptiker halten die Zahl für nicht realistisch. Die Industrielacke machen bis zu 25 Prozent der Gesamtproduktionsmenge aus.

„Daher könnten es 200 bis 300 Arbeitsplätze sein, die indirekt betroffen wären“, sagt auch Betriebsrat An­dreas Schulte gegenüber unserer Zeitung. Der Betriebsrat fordert Kompensationen in Form neuer Aufträge. „Irgendetwas muss passieren“, so Schulte wörtlich. Die Geschäftsführung habe die Mitarbeiter allerdings beruhigen können. Neue Aufträge müssten aus den Bereichen Fahrzeuglacke und Autoreparaturlacke kommen.

Der Verkauf soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Weitere Gespräche mit den Mitbestimmungsgremien sowie dem künftigen Eigentümer werden nach Angaben des Betriebsrates folgen. Vorerst werde Akzo Nobel die Produktion der Industrielacke am Standort Hiltrup fortführen.

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