Sa., 19.03.2016

Erste Publikation der Skulptur-Projekte: „Out of Body“ Wie sich die Rolle des Körpers verändert hat

Keine Sorge mein Herr, dies ist nur eine ortsspezifische Performance. – Die Polizistin an den Aasee-Kugeln wendet in der Karikatur von Sany einen sehr weiten Kunstbegriff an.

Keine Sorge mein Herr, dies ist nur eine ortsspezifische Performance. – Die Polizistin an den Aasee-Kugeln wendet in der Karikatur von Sany einen sehr weiten Kunstbegriff an. Foto: Samuel Nyholm, Skulptur Projekte

Münster - 

Mit „Out of Body“ erscheint die erste von drei Publikationen, die im Vorfeld den Entstehungsprozess der Skulptur-Projekte 2017 begleiten. Ab Samstag (19. März) wird das Heft als Beilage des Kunstmagazins „frieze d/e“ in ausgewählten Buchhandlungen sowie im Zeitschriftenhandel verfügbar sein.

Mit „Out of Body“ erscheint die erste von drei Publikationen, die im Vorfeld den Entstehungsprozess der Skulptur-Projekte 2017 begleiten. Von diesem Samstag an wird das Heft als Beilage des Kunstmagazins „frieze d/e“ in ausgewählten Buchhandlungen sowie im Zeitschriftenhandel verfügbar sein.

Im Herbst 2016 werden mit „Out of Time“ sowie im Frühling 2017 mit „Out of Place“ die beiden nächsten Ausgaben der Reihe veröffentlicht. Als eigenständige Publikationen beleuchten die drei Beilagen jeweils eine Grundkonstante der Erfahrung von Skulptur und Projekten im Außenraum: Körper, Zeit und Ort. In das durch John Beeson und Britta Peters für die Skulptur-Projekte redaktionell betreute Heft fließen neben Texten und Essays internationaler Autoren auch Inhalte aus gemeinsam mit der Kunstakademie Münster realisierten Veranstaltungen ein.

Der erste Titel „Out of Body“ widmet sich Fragen nach dem Körper im Zeitalter neuer Ökonomien und zunehmender Digitalisierung. Wie hat sich die Rolle des Körpers in den letzten Jahrzehnten verändert und wie spiegeln sich diese Entwicklungen in der Kunst? Die New Yorker Kunsthistorikerin Claire Bishop untersucht in ihrem Beitrag „Black Box, White Cube, Public Space“ verschiedene Rahmenbedingungen von Performance – der Kunstform, die naturgemäß mit dem Körper als Material und Ausgangspunkt arbeitet.

Verschiedene performativ arbeitende Künstlerinnen und Künstler, darunter Gintersdorfer/Klaßen, Xavier Le Roy und Alexandra Pirici, äußern sich über ihre eigenen Erfahrungen. Boaz Levin und Vera Tollmann vom Research Center for Proxy Politics setzen sich in ihrem Essay mit dem „Körper des Webs“ auseinander und fragen nach Politik im virtuellen Zeitalter, ihren Unterdrückungsmechanismen und Widerstandsmöglichkeiten. Jodi Dean konzentriert sich auf die Wirksamkeit politischer Meinungsäußerung in den vernetzten Medien, heißt es in einer Pressemitteilung.



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