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Mi., 30.03.2016

Nach Zwischenfall Sicherheitsdienst in der Ausländerbehörde

 

  Foto: Günter Benning

Münster - 

Ein Sicherheitsdienst soll in der Ausländerbehörde mindestens bis zum Frühjahr 2017 dafür sorgen, dass Mitarbeiter ohne Störungen und sicher mit ihren Kunden arbeiten können.

Von Martin Kalitschke

Nach einem Zwischenfall vor wenigen Wochen schützt ab sofort ein Sicherheitsdienst Mitarbeiter und Kunden der städtischen Ausländerbehörde. Wie Rechtsamts-Leiter Axel Niemeyer berichtet, war es kürzlich zu einem Streit ­zwischen Klienten gekommen. Dabei sei auch eine schwangere Frau bedrängt worden . Nach dem Zwischen­fall sorgten – zunächst für eine Übergangszeit – Mitarbeiter des Service- und Ordnungsdienstes der Stadt dafür, den Andrang zu steuern. Diese wurden von einem Mitarbeiter eines ­privaten Sicherheitsdienstes abgelöst. Da dieser für län­gere Zeit vor Ort bleiben soll, hat die Stadt den Einsatz eines Sicherheitsdienstes nun für zunächst ein Jahr öffentlich ausgeschrieben.

Im Schnitt kommen rund 60 Personen täglich in die Räumlichkeiten im Stadthaus 2, donnerstags sogar mehr als 120. Vor allem morgens um 8 Uhr und donnerstags auch nachmittags ab 15 Uhr komme es oft zu Gedränge, wenn die Behörde ihre Türen öffne, berichtet Niemeyer. Zudem sei die Stimmung unter den Kunden zuweilen gereizt, wenn diese – nachdem sie eine Nummer gezogen haben – länger warten müssen. Niemeyer betont, dass die Behörde nicht nur für Flüchtlinge, sondern auch für andere Ausländer – darunter Studierende – Anlaufstelle sei. Die Räume seien eng, der Andrang habe in letzter Zeit stark zugenommen. Weitere Zwischenfälle habe es gleich­wohl nicht gegeben. Der ­Sicherheitsdienst soll bis zunächst April 2017 „sowohl Mitarbeiter als auch Kunden schützen“, betont er.



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