So., 03.07.2016

Straßenkünstler-Festival „Stripped Love“ beim Zebra

Gestreiftes Zirkus-Theater aus Wien:  Lady Dada mit ihrer Violine – die Compagnie bei ihrem Mix aus Akrobatik, Jonglage und Gesang. Erzählt werden moderne Märchen vor tierischer Kulisse beim Straßenkünstler-Festival am Wochenende im Zoo.

Gestreiftes Zirkus-Theater aus Wien:  Lady Dada mit ihrer Violine – die Compagnie bei ihrem Mix aus Akrobatik, Jonglage und Gesang. Erzählt werden moderne Märchen vor tierischer Kulisse beim Straßenkünstler-Festival am Wochenende im Zoo. Foto: hpe

Münster - 

Voller Erfolg für das sechste Internationale Straßenkünstler-Festival im Allwetterzoo: Rund 8000 Besucher sind von dem Mix aus Musik, Theater und Jonglage begeistert.

Von Helmut P. Etzkorn

Das Zirkustheater der etwas anderen Art fällt am Samstagnachmittag im Allwetterzoo auf, obwohl die Compagnie „Dada-Zirkus“ aus Wien ihr „Physical Theatre“ eigentlich ziemlich tierisch präsentiert. Die Kombination aus Akrobatik und Jonglage nennt sich „Stripped Love“, und deshalb bewegt sich das Trio an der Festwiese auch in Zebra-Kostümen. „Wir sind viel auf Theaterbühnen unterwegs, aber so einen Event mitten im Tierpark hatten wir noch nie“, sagt Künstler Arno Uhl.

Die Österreicher sind wie ihre Kollegen aus 16 Ländern für zwei Tage bei Gastfamilien in Münster untergebracht und bereichern das sechste Internationale Straßenkünstlerfestival im Zoo. „Natürlich waren wir schon in der Stadt und haben sogar ein Vegan-Restaurant gefunden“, meint Uhl. Einen ganz großen Wunsch hat man noch: „Wir würden gern direkt neben den Zebras im Afrika-Panorama spielen.“ Am Sonntag schließlich zum Finale gelingt das auch noch.

Fotostrecke: Straßenkünstlerfestival im Zoo 2016

Insgesamt kommen rund 8000 Besucher zum zweitägigen Kulturspektakel, und damit ist Zoo-Sprecher Christoph Nientiedt „mehr als zufrieden“. Vor einem Jahr, beim Künstlerfestival zwischen Tropenhaus und Robbenhaven, waren es knapp 40 Grad. Und bei der brütenden Hitze kam so gut wie niemand in den Zoo. Pech auch für die Akteure, sie leben von den Spenden der Zuschauer in den Hüten an der Bühne.

In die Baumkronen muss man schauen, wenn man Liv Knoche und Tobias Willasch entdecken will. Die Trapez-Akrobaten erzählen die Geschichte von Menschen, die hoch hinaus wollen und dabei keine Angst haben dürfen. Üblicherweise spannen sich die Seile an Brücken und Kränen, wenn das Trapez-Duo abhebt. „Den Tieren wird‘s hoffentlich auch gefallen, wir sind ja leise Künstler“, sagt Knoche.

Der unterhaltsame Mix aus Musik, Theater und Comedy mit 30 Acts soll auch 2017 wieder stattfinden.



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