Sa., 20.08.2016

Lena Schulte macht es sich im Hansaviertel bequem Gute Laune in der Hängematte

Relaxen in der Hängematte: Lena Schulte und Renana Leusmann, die es sich an einer Straßenecke im Hansaviertel zwischen zwei Bäumen bequem gemacht haben.

Relaxen in der Hängematte: Lena Schulte und Renana Leusmann, die es sich an einer Straßenecke im Hansaviertel zwischen zwei Bäumen bequem gemacht haben. Foto: bn

Münster - 

Was für ein relaxtes Leben. Da hängen Lena Schulte und ihre Freundin Renana Leusmann locker in der Hängematte. Und zwar mitten im Hansaviertel, an der Kreuzung Meppener/Soester Straße. „Die Hängematte“, sagt Schulte, „ist aus Costa Rica.“

Von Günter Benning

Aha, also ein Spaßimport. Tatsächlich war die Sozialpädagogin, die eigentlich aus Lingen stammt, vor Kurzem noch auf einer Weltreise. Ein Jahr lang quer durch die Länder unserer Träume: Thailand, Laos, Myanmar, Sumatra, Philippinen, zählt sie auf. Dann ein bisschen nach Neuseeland und rüber auf den südamerikanischen Kontinent.

Wie macht man das, wenn man einen festen Job hat? „Ein Jahr eisern sparen“, sagt Lena Schulte, die Wohnung kündigen und bei einem Freund einziehen. Und dann beim Reisen nicht besonders viele Ansprüche entwickeln. „Tatsächlich“, sagt sie auch, „gibt es überall sehr gastfreundliche Menschen.“

Jetzt ist sie 30 Lenze alt, arbeitet bei Outlaw im Mädchenhaus Mia mit psychisch erkrankten Jugendlichen. Und als ihre Freundin aus Lingen zu Besuch kam, wurde es ihr auf dem Balkon zu eng – und sie eroberten den Straßenraum.

Aber innerlich plant die gut gelaunte Reisende schon die nächste Weltreise. Nach Guatemala soll es gehen, dort will sie Spanisch lernen. Dann will sie auf gewohnt spartanische Weise – „und auch in der Hängematte“ bis herunter nach Argentinien in Südamerika reisen.

Diesmal will sie dabei besonders soziale Projekte besuchen und dort mitarbeiten.

Lena Schulte hat ihre erste Weltreise in einem Blog festgehalten (lenauaufweltreise.wordpress.com). Und was sie da übers Reisen schreibt, hat Stil: „Durch das Eintauchen in andere Kulturen und das Reisen mit wenig Gepäck konnte ich eingedeutschte Eigenschaften, wie Oberflächlichkeit, Materialismus oder auch verurteilendes Denken ablegen und das Leben bescheidener genießen. Reisen ist Balsam für die Seele.“ Auch für die nächste Reise plant sie einen Blog. Sie sucht jetzt noch einen Weg, um online arbeiten zu können. Na klar, dann könne sie ewig weiterreisen.

Ihre Freundin Renana Leusmann aus Lingen hat es übrigens bisher nicht so mit den großen Fahrten. Sie zieht demnächst nach Freiburg, um eine zweite Ausbildung zu beginnen: „Als Krankenschwester.“

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