Sa., 27.08.2016

Bürger-Initiative für Rad- und Roll-Rundstrecke Wunsch nach Trainingsstrecke für Radler

Eine Trainingsstrecke für Fahrradfahrer, aber auch für andere Sportler, ist Gegenstand eines Bürgerantrags, der am Montag an Oberbürgermeister Markus Lewe übergeben werden soll.

Eine Trainingsstrecke für Fahrradfahrer, aber auch für andere Sportler, ist Gegenstand eines Bürgerantrags, der am Montag an Oberbürgermeister Markus Lewe übergeben werden soll. Foto: colourbox.de

Münster - 

Eine Gruppe von Enthusiasten macht sich für die Schaffung einer „Rad- und Roll-Rundstrecke“ stark. Am Montag soll Münsters Bürgermeister Markus Lewe ein entsprechender Antrag übergeben werden.

Von Thomas Austermann

Gerade erst hat die Stadt Münster das „Radverkehrskonzept 2025“ vorgestellt, da plädiert ein breites Bündnis für eine Erweiterung des ambitionierten Plans. Am Montag (29. August) überreicht eine Gruppe von Enthusiasten mit Jochen Temme , dem Vorsitzenden des Stadtsportbundes Münster ( SSB ), an der Spitze, Oberbürgermeister Markus Lewe einen Bürgerantrag zur Schaffung einer „Rad- und Roll-Rundstrecke“.

Gemeinsam mit dem SSB haben sich der RSV Münster, ISC Münster, Münster rollt, Wasser+Freizeit Münster, Behinderten-Sport Münster, ESV Münster, Ski-Klub Münster, ADFC, der Hochschulsport der WWU und die Bezirksregierung Münster auf ein Papier verständigt, das den Wunsch der „heimatlosen Radfahrer und Skater“ nach einer Trainingsstrecke , die mehrere Sportarten nutzen könnten, beschreibt. Ein störungsfreier und sicherer Übungsbetrieb sei insbesondere für Kinder und Jugendliche wichtig, die dem „Straßenverkehr mit allen seinen Risiken“ ausgesetzt seien.

Meinung

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Eine Extrastrecke könne zum Radfahren lernen genutzt werden, für den Erwerb des Sportabzeichens und den Schulsport. Interesse habe auch der Sportdezernent der Bezirksregierung, Thomas Michel, geäußert. Die Antragsteller haben klare Vorstellungen von ihrer Bahn, die in der Nachbarschaft der Sportanlage Egelshove (Ecke Dingbänger Weg/ Mecklenbecker Straße) einen Standort finden könnte.

Zum Thema

39,1 Prozent – das ist der Anteil des Radverkehrsanteils in Münster. Tendenz steigend. 727 000 Wege legen Münsteraner mit Rad, Bus, Bahn oder zu Fuß zurück. 269 000 mit dem Auto. Hinzu kommt aber die gleiche Zahl an Fahrten durch Auswärtige, Besucher und Pendler. 46,4 Prozent – das ist der Anteil der Fahrradfahrer an den verunglückten Personen im Jahr 2015.

88 Radfahrer waren das – allerdings 12 Prozent weniger als im Jahr zuvor. 3000 Fahrradstellplätze sollen in einer Radstation auf der Bahnhofsrückseite entstehen. 

Auch die ehemaligen Kasernenanlagen in Gremmendorf und Gievenbeck werden als Alternativen aufgeführt. Ebenso die Sporterweiterungsfläche am Coppenrathsweg nahe der Schleuse. In Münster soll die Rundstrecke eine Länge von mindestens 800 Metern haben. In Dortmund und Hamm-Bockum-Hövel existieren solche Anlagen mit fünf bzw. sechs Meter breiten Bahnen.

Fotostrecke: Das neue Radverkehrskonzept wird vorgestellt

Die Initiatoren wünschen sich, dass die Stadt die „benannten und darüber hinaus aus der Sicht der Stadt Münster weitere geeignete Standorte für die Realisierung einer ‚Rad- und Rollbahn für Münster‘ prüft“ und Vorschläge zur Realisierung darlegt. Der münsterische Fachmann Ralph Schürmann aus der Radrennbahn-Architektenfamilie hat den Initiatoren eine kostenfreie Planung in Aussicht gestellt und errechnet, mit 250 000 Euro netto auskommen zu können.



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