Do., 22.09.2016

Interview mit Apologies, I Have None Im Tourbus mit Whitney Houston

Apologies, I Have None sind nur eine von sechs Bands, die am Freitagabend in der Sputnikhalle spielen.

Apologies, I Have None sind nur eine von sechs Bands, die am Freitagabend in der Sputnikhalle spielen. Foto: Uncle M

Münster - 

Am Freitagabend geben sich sechs Bands des Labels „Uncle M“ in der Sputnikhalle die Klinke in die Hand. Mit von der Partie sind Apologies, I Have None aus London, die jüngst ihr zweites Album „Pharmacie“ veröffentlicht haben. Unser Redakteur Carsten Vogel hat mit Sänger Josh McKenzie gesprochen.

Von Carsten Vogel

Teilst du meinen Eindruck, dass euer neues Album sehr düster und pessimistisch ist?

Josh McKenzie: Ja, das würde ich so unterstreichen.

Dieses Mal sind überraschend lange Songs dabei. „Killers“ allein ist acht Minuten lang.

Josh: Das war einer der letzten Songs, die wir für das Album aufgenommen haben. Und einer der schwierigsten. Wir wollten einen repetitiven Song, der stetig wächst. Inspiriert von den epischen Songs von M83. Ich hatte den Text längst fertig und als wir dann geprobt haben, waren wir auch mit der Musik zufrieden. Bei der Aufnahme des Gesangs aber, fand ich den Text plötzlich schlecht. Und das kurz, bevor bevor wir die Album-Aufnahmen beenden wollten. Es wurde richtig stressig. Wir haben dann Gitarre und Text komplett geändert. Und ich glaube, es hat sich richtig gelohnt. 

Höre ich in den Texten eine Form der Perspektivlosigkeit heraus?

Josh: Darüber habe ich nie wirklich nachgedacht, aber jetzt, wo du fragst, würde ich sagen, dass das wohl hinkommt. Zumindest ist es eine – in seiner Richtung – sehr fokussierte Perspektive.

Seid ihr eigentlich zufrieden mit dem Brexit und mit Theresa May?

Josh: Ich bin definitiv nicht zufrieden mit dem Brexit. Ich kenne auch niemanden, der das ist. Wir stehen immer noch unter Schock, wie die Abstimmung gelaufen ist. Und ich mag auch Theresa May nicht und habe ein großes Problem damit, dass jemand auf diese Art und Weise Premierministerin werden kann. It‘s mind blowing. Sie lässt David Cameron aussehen, wie einen liebenswerten Idioten, was er nicht ist.

Hast du Angst in die Zeit des „Thatcherismus“ zurückzufallen?

Josh: Ich weiß, dass es mich beunruhigen sollte, aber auf eine – vielleicht egoistische – Art und Weise, tut es das nicht. Weil sich meine und die Lebensweise meiner Bekannten nicht ändert. Vielleicht bin ich auch naiv, aber ich kann nicht glauben, dass Großbritannien aus der EU austreten wird.

Welche Musik hört ihr im Tourbus?

Josh: Wenn ich fahre, dann meistens Whitney Houston. Ich habe sie immer geliebt, aber im vergangenen Jahr habe ich sie ständig gehört. Wenn Simon fährt, dann meistens eine brutal klingende Heavy-Metal-Band, von der ich nie etwas gehört habe. Als Gruppe am ehesten das neue Album von Kano „Made In The Manor.“

Ihr kennt ja Münster mittlerweile. Was sind deiner Meinung nach die größten Unterschiede zwischen Münsteranern und Fans in anderen Städten?

Josh: Ich erinnere mich noch genau an unsere erste Show mit Idle Class: Münster ist die erste Stadt, die uns umarmt hat. Zudem ist unser europäisches Label „Uncle M“ dort beheimatet, weswegen die Stadt für uns ein ganz besonderer Ort ist. Und immer wenn wir dort spielen, macht es eine Menge Spaß und wir treffen viele unserer Freunde.

Was schätzt du denn an Münster besonders?

Josh: Am Kanal etwas zu trinken, den Skaters Palace und Else, den wunderbaren Hund von Mirko (Anm. der Red.: von „Uncle M“) und seiner Freundin Simone.

Auf welche Band beim „The M-Pire Strikes Back Festival“ freust du dich am meisten?

Josh: Wir haben bereits einige Male mit Moose Blood gespielt, was immer sehr viel Spaß macht. Es ist toll mitanzusehen, wie sich die Band in England entwickelt und vor allem, was sie erreicht hat. Ich habe sie aber seit der Veröffentlichung ihres neuen Albums „Blush“ nicht mehr gesehen und freue mich sehr darauf, wie sie die neuen Songs spielen. Auf Smile and Burn freue ich mich ebenso. Und auch auf Luca Brasi. Unsere Wege haben sich in Australien öfter gekreuzt. Wir haben vor Kurzem auch eine Split-EP zusammen veröffentlicht. Ich kann es kaum abwarten, sie wiederzusehen.


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