Do., 22.09.2016

25 Jahre „Herzkrankes Kind Münster“ Viele Herzen gerettet

Freuen sich auf das Jubiläum des Vereins „Herzkranke Kinder“: ( v.l.) Inge Senger, Betty Langhans und Barbara Westbrink.

Freuen sich auf das Jubiläum des 25 Jahre alten Vereins „Herzkranke Kinder“: ( v.l.) Inge Senger, Betty Langhans und Barbara Westbrink. Foto: ide

Münster - 

Seit 25 Jahren kümmert sich der Verein „Herzkrankes Kind Münster“ um betroffene Familien.

Von Martina Döbbe

Ängste, Sorgen – und immer wieder die bange Frage: „Schafft unser Kind das? Wird es leben?“ Der Verein „Herzkranke Kinder Münster“ kennt die Nöte der Eltern, weiß um die Schmerzen und den Kampf der kleinen Patienten und verliert auch die Geschwisterkinder nicht aus den Augen. Seit nunmehr 25 Jahren kümmert er sich um Familien, die ein herzkrankes Kind haben. Und das sind viele. „Jedes 100. Kind in Deutschland wird mit einem Herzfehler geboren“, macht Inge Senger deutlich, wie groß der Kreis der Betroffenen ist.

Am wichtigsten ist das Gespräch

Die Vorsitzende, selbst Mutter eines herzkranken Sohnes, erinnert sich gut an die Anfänge des Vereins, der praktisch aus einem Elternstammtisch heraus gewachsen ist. Damals, das weiß auch noch Barbara Westbrink vom Vorstand, sei jeder sehr froh gewesen, überhaupt mal jemanden zum Reden und zum Austausch zu haben: „Die Ärzte und Schwestern waren und sind alle supernett, aber das Gespräch mit anderen Betroffenen ist ganz wichtig.“

Gemeinsames Schicksal verbindet: Aus dieser Erfahrung heraus gründete sich der Verein ganz offiziell am 26. Juni 1991. 25 Mütter und Väter waren dabei, heute zählt der Verein rund 170 Mitglieder.

Fortschritte in der Medizin

Sehr viel weiter entwickelt habe sich in dieser Zeit die Medizin, freuen sich alle. Die Fortschritte seien riesig, viele Mädchen und Jungen würden gesund und könnten ein relativ normales Leben führen. Aber, sagt Inge Senger, auf der anderen Seite dürfe man nicht vergessen, dass es immer wieder auch kleine Patienten gibt, für die es keine Rettung gebe. Die Medizin könne viel, aber nicht alles: „Deshalb darf man Eltern niemals falsche Hoffnungen machen.“

Unverändert geblieben ist über zweieinhalb Jahrzehnte das Anliegen aus der Gründungsphase, das die Aktiven sehr engagiert umsetzen: „Beratung, Betreuung und Unterstützung der Familien während des stationären Aufenthaltes im Universitätsklinikum, aber auch danach“, beschreiben sie ihre Ziele. Betty Langhans ist dabei als Diplom-Sozialpädagogin Ansprechpartnerin für alle Sorgen und Nöte.

Olaf Thon unterstützt den Verein

Die kindgerechte Ausstattung, Anschaffung von Spielmaterial, Unterstützung bei der Einrichtung eines Spielzimmers und die Neugestaltung des Wartebereichs in der Ambulanz – alles Projekte, die der Verein mit auf den Weg gebracht und begleitet hat. Dafür wurden unermüdlich Spenden gesammelt, immer wieder neue Aktionen und Projekte ins Leben gerufen, um die Arbeit auf eine finanzielle Basis zu stellen. „Das ist nicht leicht“, wissen alle im Vorstand.

Das „Geburtstagsfest“ für geladene Gäste am Samstag soll deshalb auch ein Anlass sein, allen Unterstützern Danke zu sagen. Gründungsmitglied Christel Helms zum Beispiel, die für ihr besonderes Engagement für herzkranke Kinder und Jugendliche das Bundesverdienstkreuz erhalten hat, dem Bundestagsabgeordneten Karl Schiewerling, der zugleich auch Schirmherr des Verein ist sowie Ex-Fußballspieler Olaf Thon, der den Verein aktiv unterstützt.

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