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Fr., 23.09.2016

Burgerkult in Münster Der Hamburger 2.0

Burgerkult in Münster : Der Hamburger 2.0

In Münsters Burgerrestaurants werden amerikanische Köstlichkeiten aufgetischt. Foto: What's Beef

Münster - 

Saftiges Fleisch, ein krosses Brötchen, frischer Salat. Wer würde bei einem solchen Anblick nicht gern herzhaft zubeißen? Fans der amerikanischen Speise haben in Münster gut lachen. Immer mehr Burgerrestaurants schießen aus dem Boden. Aber hier wird nicht etwa schnödes Fast-Food zelebriert, sondern vielmehr: der Burger 2.0.

Von Kristina Sehr

Am 23. September hat in Münsters Innenstadt ein weiteres Burgerrestaurant eröffnet: „What’s Beef“ hat sich angekündigt. Eine Franchise-Kette, die nun auch in der Domstadt ihre Zelte aufschlägt. Dabei ist es nicht so, als gäbe es in Münster bislang zu wenig Gastronomiebetriebe, die die herzhafte Köstlichkeit anbieten. Ob „Hans im Glück“, „Hochstapler“, „Bun Bites Beef oder "Road Stop"“ - um nur einige zu nennen - in beinahe jedem Viertel wird man mittlerweile fündig. Ein regelrechter Burger-Hype ist entbrannt.

Konsumbewusstsein liegt im Trend

Auf den Teller kommt dabei nicht etwa ein pappiges Fertigprodukt, wie man es von amerikanischen Fast-Food-Ketten, die in den Neunziger Jahren Hochkonjunktur feierten, gewohnt ist. Denn das Konsumbewusstsein der Menschen wächst. „Die Restaurantbesucher möchten wissen, wo die verwendeten Produkte herkommen“, weiß Renate Dölling, Geschäftsführerin der westfälischen Regionalstelle des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes. „Deswegen nutzen die neuen Burgerrestaurants vor allem regionale, frische Zutaten“, so die Expertin. Das ist ein gegenläufiger Trend zu den großen, global agierenden Fastfood-Riesen. Die kaufen nämlich meist weltweit Produkte ein. „Die Größe der neuen Burger-Betriebe variiert allerdings“, sagt Dölling. „Meist handelt es sich um Kettenbetriebe mittlerer Größe, die mit dem Franchisesystem arbeiten. Oder es sind kleine Restaurants, die eine Nische finden.“

Dass beim „Burger 2.0“ vor allem die Qualität der Zutaten entscheidend ist, betont auch Lucas Orschler. Er ist Betriebsleiter bei „What’s Beef“. „Transparenz ist das Stichwort“, so Orschler. „Bei uns im Restaurant können die Gäste verfolgen, wie die Brötchen gebacken und die Fleischbuletten gebraten werden.“ Diese Vorgänge laufen bei „What’s Beef“ hinter Glasscheiben ab, sodass die Zubereitung des Burgers live miterlebt werden kann. Die Zutaten stammen bis hin zur Gewürzgurke aus eigener Herstellung.

Inszenierung des Essens in den Sozialen Medien

Doch reicht Qualität allein, um einen Trend zu erzeugen? Nein. Auch die Inszenierung des Essens als Erlebnis spielt eine entscheidende Rolle. Der Schmaus wird zelebriert und via World Wibe Web mit etlichen Menschen geteilt. „Fast alle Gäste machen ein Foto von ihrem Burger. Danach beißen sie erst hinein“, berichtet Orschel. In seinem Restaurant gibt es dafür sogar einen sogenannten Instagram-Monitor. Die Gäste können ihre Schnappschüsse mit einem Hashtag versehen - und schon erscheint das eigene Foto auf der Leinwand.

Doch nicht nur bei „What’s Beef“ funktioniert dieser Trend. Weltweit veröffentlichen Menschen Fotos ihres Essens und nutzen dafür die passenden Hashtags wie „#Foodporn“. Auf der Plattform Instagram finden sich zu diesem Stichwort mittlerweile knapp 100 Millionen Bilder. Gemeint ist mit der Betitelung Essen, dessen Anblick einem sprichwörtlich das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Auch diesen Trend bedienen die etlichen Burgerrestaurants. Sie servieren appetitlich angerichtete Speisen, die einen gesamten Lifestyle ausdrücken: Wer im Burgerrestaurant isst, der gönnt sich was, genießt, ist hip. Und: legt Wert auf regionale, frische Zutaten. Alles in einem. Der Burger 2.0. eben.

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