Do., 22.09.2016

Welt-Alzheimertag Hauptakteure gegen das Vergessen

Zum Welt-Alzheimertag präsentierte der „Arbeitskreis Demenz Münster“ seine vielfältigen Hilfen und Angebote.  

Zum Welt-Alzheimertag präsentierte der „Arbeitskreis Demenz Münster“ seine vielfältigen Hilfen und Angebote.   Foto: mm

Münster - 

An der St-Lamberti-Kirche fand am Mittwoch ein Aktionstag zum Welt-Alzheimertag statt. Der „Arbeitskreis Demenz Münster“ breitete seine umfangreiche Palette an Beratungen und Hilfen aus.

Von Maria Meik

Alt werden und dabei frisch im Kopf bleiben? Ein Wunsch, den wohl jeder hegt. Doch dann schleicht sie sich ein, die Erkrankung, vor der es einem graust – Alzheimer als die häufigste Form der Demenzerkrankungen. „Betroffen sind etwa 3500 Menschen in Münster. Und die Tendenz ist steil steigend“, informierte Dr. Tilman Fey, Chefarzt der Abteilung für Gerontopsychiatrie der LWL-Klinik, mit Blick auf die älter werdende Gesellschaft.

Gut zu wissen, dass Münster kompakt aufgestellt ist, wenn es darum geht, beratend und helfend Erkrankten und Angehörigen unter die Arme zu greifen, wenn Orientierungslosigkeit den Menschen verändert. Dafür steht der „Arbeitskreis Demenz Münster“ mit zahlreichen Einrichtungen und Kliniken. Am Mittwoch wurde die ganze Palette an der St.-Lamberti-Kirche ausgebreitet. Anlass der Aktion war der Welt-Alzheimertag am 21. September unter dem Leitsatz: „Jung und Alt bewegt Demenz“.

Und da wurde eine ganze Menge bewegt. Am langen Tisch gab es Infos am laufenden Meter. Dazu Lavendeldöschen, Popcorn und Gummibärchen für die jüngsten Passanten. Beim Blick in den Spiegel galt es, einen Stern nachzuzeichnen. Nicht, um zu schauen, ob alles klar ist im Oberstübchen. „Es geht um das Erleben der Herausforderung“, erklärte die Fachärztin Stefanie Oberfeld vom Demenz-Servicezentrum Region Münster und das westliche Münsterland in Trägerschaft der Alexianer. Dort ist auch Ulrike Kruse tätig. Die Diplon-Pädagogin und Kulturgeragogin freute sich über die Resonanz auf den Aktionstag. In dem unbefangenen Rahmen ließen sich Kontakte im Vorbeigehen knüpfen. Manche hätten Sorge um ihre Angehörigen, andere hätten Rat für Nachbarn und Freunde eingeholt, berichtete Kruse.

Gefragt war auch Dr. Fey, für den die Diagnose entscheidend ist, um entsprechende Weichen zu stellen. Ihm ist es wichtig, die Lebensqualität und die Eigenständigkeit der Betroffenen zu erhalten.

Derweil führten Schüler vom Pascal-Gymnasium mit der Medienwerkstatt Bennohaus eine Befragung rund um das Thema Demenz in der Innenstadt durch. Auf der Bühne gab es Applaus für das Senioren-Theater-projekt „Zeitlos“ sowie für Jürgen Prasse (Saxofon) und Joachim Puppa (Klavier).

Zudem wurden auf dem Dreiradtandem des Clemens-Wallrath-Hauses pedalierende Spitztouren über den Prinzipalmarkt verschenkt mit Beate Dobner am Hauptlenkrad. Bei diesem Angebot kommen Menschen mit Demenz in Bewegung. Wer sie ehrenamtlich radelnd begleiten möchte, kann sich unter ✆ 520 227 660 melden.

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