Do., 22.09.2016

Prinzipalmarkt auf dem Acker Imposanter Gruß an Rennfahrer

Sie stellten die Nachbildung des Prinzipalmarkts aus Stroh vor: Rainer Zahlten (Organisation Münsterland-Giro), Kerstin Dewaldt (Sportamt), Susanne Schulze Bockeloh (Vorsitzende Landwirtschaftlicher Kreisverband) sowie Wilhelm Hüntrup und Winfried Dahlhaus (Landwirtschaftlicher Ortsverband Nienberge).

Sie stellten die Nachbildung des Prinzipalmarkts aus Stroh vor: Rainer Zahlten (Organisation Münsterland-Giro), Kerstin Dewaldt (Sportamt), Susanne Schulze Bockeloh (Vorsitzende Landwirtschaftlicher Kreisverband) sowie Wilhelm Hüntrup und Winfried Dahlhaus (Landwirtschaftlicher Ortsverband Nienberge). Foto: kbö

Münster-Nienberge - 

Rund 30 Meter lang und sechs Meter hoch ist das eindrucksvolle Gebilde, das Münsters „gute Stube“ darstellt. 100 Strohballen – jeder stattliche 300 Kilo schwer – waren für den Nachbau nötig. Die Rede ist vom Prinzipalmarkt, den Nienberger Landwirte anlässlich des Münsterland-Giros auf einem Feld aufbauten.

Von Kay Böckling

Kopfschüttelnd und mit großen Augen steht Rainer Zahlten auf einem Feld am Rande Nienberges: „Ich habe ja schon viel gesehen“, sagt der Mitorganisator des Münsterland-Giros. „Aber das schlägt dem Fass den Boden aus.“

Die Rede ist vom „Stroh-Prinzipalmarkt“ an der Steinfurter Straße, den örtliche Landwirte entwarfen. Flankiert wird das einzigartige Werk von zwei überdimensionalen Rennrädern. Die Formation wird die Teilnehmer des Münsterland-Giros am 3. Oktober auf ihrem Weg von Altenberge nach Münster begrüßen.

Fotostrecke: Prinzipalmarkt aus Stroh

Rund 30 Meter lang und sechs Meter hoch ist das eindrucksvolle Gebilde, das Münsters „gute Stube“ darstellt. 100 Strohballen – jeder stattliche 300 Kilo schwer – waren für den Nachbau nötig. Zwei Tage lang waren die 20 Helfer des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Nienberge sowie der Landfrauen damit beschäftigt, den Prinzipalmarkt nach Nienberge zu verlegen.

Die Idee, die Teilnehmer eines Radrennens mittels möglichst kreativer Kunstwerke zu erfreuen und eventuell zusätzlich zu motivieren, kommt aus Frankreich. Dort ist es seit Jahren Tradition, gerade in ländlichen Gebieten am Rande der Rennstrecke interessante Gebilde aufzustellen.

„Aber so was wie hier in Nienberge habe ich bei der Tour de France noch nicht gesehen“, zeigt sich Rainer Zahlten tief beeindruckt.

Vor einigen Jahren kam der Gedanke bei den Organisatoren auf, auch an der Wegstrecke des Münsterland-Giros etwas Außergewöhnliches und dem französischen Vorbild Ähnliches zu initiieren. Und wer wäre für diese Aufgabe im Außenbereich prädestinierter als die Landwirte. Daher schloss man sich mit dem Landwirtschaftlichen Kreisverband kurz, der seinerseits die lokalen Ortsverbände kontaktierte.

Der Giro im Vorjahr führte durch Sprakel: So war dessen Landwirtschaftlicher Ortsverband für die Gestaltung eines Kunstwerks zuständig. Es entstand ein Rathaus aus Stroh.

Nun geht es durch Nienberge. Die Landwirte machten sich Gedanken über eine ähnlich gelungene Präsentation. „Es sollte Münster darstellen, und uns kam schließlich der Prinzipalmarkt in den Sinn“, so Wilhelm Hüntrup, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverband Nienberge.

Nach einem erfolgreich aufgestellten „Probe-Haus“ war klar: Der Prinzipalmarkt kommt nach Nienberge. Während des Aufbaus soll es laut Winfried Dahlhaus kontroverse Diskussionen zwischen den Landwirten und den Landfrauen gegeben haben. „Die Frauen haben die Räder gestaltet und wollten, dass diese bunt bemalt werden“, erinnert sich Dahlhaus. Schließlich habe sich aber die farbliche Gestaltung der Häuser durchgesetzt. „Eine Lösung, mit der jetzt alle zufrieden sind“, meint Hüntrup.

Voll des Lobes ob dieses gelungenen Kunstwerks ist auch Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbands Münster: „Dieser imposante Prinzipalmarkt ist nicht nur aufsehenerregend, er zeigt auch, dass wir Landwirte aus Münster mit richtig viel Herz unserer Arbeit vor den Toren der Stadt nachkommen.“ Gern unterstütze der Kreisverband daher seit vielen Jahren den Giro, der „wie die Landwirtschaft zum Stadtbild gehört“.

Mit Blick nach Frankreich meint sie augenzwinkernd: „Vielleicht reizt das Werk die Tour-Organisatoren, doch einmal in Münster einen Abstecher zu machen.“

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