Fr., 23.09.2016

Wachsender Markt: Fahrrad-Leasing Günstiger Weg zur Traum-Leeze

Im Projekt „Radelnde Mitarbeiter“ sehen sie alle Vorteile (v.l.): Initiator Lutz Dahlhues, Andrea Wevelsiep, Inken Grüber, Tobias Allkemper und Alexander Bergmann sowie Peter Hürter.

Im Projekt „Radelnde Mitarbeiter“ sehen sie alle Vorteile (v.l.): Initiator Lutz Dahlhues, Andrea Wevelsiep, Inken Grüber, Tobias Allkemper und Alexander Bergmann sowie Peter Hürter. Foto: hö

Münster - 

Seitdem geleaste Dienstwagen und Fahrräder steuerlich weitgehend gleich behandelt werden, expandiert der junge Markt des Leezen-Leasings. Viele Unternehmen ermöglichen ihren Mitarbeitern so hochwertige Räder.

Von Karin Höller

Dienstwagenleasing kennt jeder. Fahrradleasing indes ist ein noch junger Markt, der seit 2012, seitdem Diensträder steuerlich weitgehend wie Dienstautos behandelt werden, so richtig in Schwung gekommen ist. „Die Nutzerzahlen verdoppeln sich fast jährlich“, ziehen Fahrradhändler Peter Hürter und Lutz Dahlhues Zwischenbilanz. Letzterer befördert mit dem Konzept „Radelnde Mitarbeiter“ und seinem Unternehmen „purobike“ diesen Trend. „Wir bieten ein Leasingkonzept für Fahrräder und E-Bikes zur dienstlichen und privaten Nutzung für Mitarbeiter deutschlandweit an“, erklärt Dahlhues.

Er arbeitet nach eigenen Aussagen bundesweit mit mehreren Hundert Fahrradhändlern zusammen. Denn immer mehr Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeiter bei der Anschaffung ihres Wunsch-Rades. „Es passt gut in unser Gesundheitsmanagement und fördert die Mitarbeiterbindung“, bringt es Tobias Allkemper, Geschäftsführer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Curacon GmbH, auf den Punkt. Seit April dieses Jahres nutzen bereits 20 von 120 Mitarbeitern allein in Münster, einer von zehn Standorten, ein Leasing-Rad. Allkemper: „Wir ermöglichen unseren Beschäftigten, über die Plattform ´Radelnde Mitarbeiter‘ günstig an ein hochwertiges Fahrrad zu kommen und von steuerlichen Vergünstigungen zu profitieren.“ Räder im Wert von 60 000 Euro seien seit April ohne Eigenkapitalbindung angeschafft worden – die Hälfte E-Bikes, aber auch hochwertige Fahrräder wie Mountainbikes oder Rennräder. Kleines Bonbon für die Mitarbeiter: Mit zehn Prozent beteilige sich Curacon an den monatlichen Leasingraten, die sich wegen der steuerlichen Vorteile laut Allkemper für die Beschäftigten in Grenzen halten. Der Geschäftsführer selbst geht mit gutem Beispiel voran und steigt für die achteinhalb Kilometer-Strecke zur Arbeit täglich auf ein flottes E-Bike.

Mitarbeiterin Inken Grüber entschied sich für ein Tourenrad im Retrostil, mit dem sie zur Arbeit fährt, anschließend mit dem Anhänger ihr Kind abholt und auch schwere Einkäufe erledigen kann. Kollege Alexander Bergmann aus der IT hat sich ein schnittiges, extrem leichtes Rennrad ausgesucht, das, wie er einräumt, „ich mir sonst so nicht geleistet hätte“. Zumal die Leasingräder versichert sind und bei Diebstahl ersetzt werden. „Und bei Pannen kann über eine Hotline Hilfe angefordert werden“, ergänzt Dahlhues. Die Leasing-Rad-Partner „kommen aus allen Branchen – vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum Großunternehmen“.

Unter den Fahrrad-Leasing-Kunden sind übrigens viele, „die vorher gar nicht fahrradaffin waren“, hat Peter Hürter festgestellt. Und: „E-Bikes sind besonders stark gefragt.“ Mancher entscheide sich sogar für ein zweites Leasing-Rad für den Partner. Denn pro Beschäftigten können steuerrechtlich zwei Leasing-Leezen berücksichtigt werden, weiß Curacon-Personalreferentin Andrea Wevelsiep. „Ich werde immer häufiger auch von unseren Mandanten auf das Konzept angesprochen.“

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