Do., 22.09.2016

Wundzentrum Hornheide Wenn Wunden nicht heilen

Wundzentrum Hornheide: Ansprechpartner sind (v.l.): Dr. Sebastian Stenske, Dr. Albrecht Krause-Bergmann, Dr. Elisabeth Overhaus und Privatdozent Dr.Hans-Joachim Schulze.

Wundzentrum Hornheide: Ansprechpartner sind (v.l.): Dr. Sebastian Stenske, Dr. Albrecht Krause-Bergmann, Dr. Elisabeth Overhaus und Privatdozent Dr.Hans-Joachim Schulze. Foto: ide

Münster - 

An der Fachklinik Hornheide hat sich ein neues Wundzentrum etabliert, um Patienten zu helfen, die an chronisch offenen Wunden leiden, die nicht heilen.

Von Martina Döbbe

Der ältere Herr hat sich am Handgelenk verletzt. Nichts Schlimmes, denkt er. Aber die Wunde will einfach nicht heilen. Der junge Mann ist mit dem Motorrad verunglückt. Sein Sprunggelenk hat unter dem Auspuff gelegen, er hat Verbrennungen dritten Grades erlitten. Seit Wochen bleibt die handtellergroße Fläche offen, wird kontinuierlich behandelt, verbunden und voraussichtlich erst durch eine Transplantation geschlossen. Eine bettlägerige Seniorin hat sich wund gelegen – zwischen Kreuzbein und Gesäß klafft eine offene Stelle, die dringend behandelt werden muss. Drei Krankengeschichten – eine Anlaufstelle: das neue Wundzentrum der Fachklinik Hornheide.

Dort gilt als oberstes Prinzip: „Herausfinden, warum eine Wunde nicht heilt“, erläutert Dr. Albrecht Krause-Bergmann. Als leitender Arzt im Bereich der plastischen Chirurgie hat er zusammen mit Privatdozent Dr. Hans-Joachim Schulze, leitender Arzt der Dermatologie, die Einrichtung des neuen Wundzentrums auf den Weg gebracht: „Die gemeinsame Kompetenz zusammenführen, die Therapiemöglichkeiten aus den verschiedenen Perspektiven abwägen, um so für jeden Patienten individuell den richtigen Behandlungsweg zu entwickeln“, nennen die Fachmediziner den Leitgedanken, der über der Arbeit des Wundzentrums ihrer Klinik steht.

Bei Wunden, die einfach nicht heilen, besteht vor allem eine große Gefahr: die Infektion. „Das kann schnell gefährlich werden“, warnen die Experten. Deshalb sei am Wundzentrum Hornheide auch eine Notfallversorgung angesiedelt. Zudem gelte die Devise der „möglichst schnellen Terminvergabe“.

Wichtig ist den Fachmedizinern, zu denen auch die Oberärzte Dr. Elisabeth Overhaus und Dr. Sebastian Stenske zählen, eine „schmerzarme“ Wundversorgung anzubieten, Angehörige einzubinden und eine OP nur dann in Erwägung zu ziehen, wenn konventionelle Methoden nicht zum Erfolg führen. Die Wundreinigung mit einem Ultraschallgerät zum Beispiel sei eine große Hilfe und ambulant möglich, auch die richtige Lagerung von Patienten bei Dekubitus, Verbandsprotokolle für die Weiterbehandlung und vieles mehr stehen auf dem Plan, bei dem ein Rädchen ins andere greift: „Wichtig ist, dass alle zusammenarbeiten, um dem Patienten zu helfen.“

Haus- und Hautärzte, Mitarbeiter von Altenheimen und Pflegediensten gehören mit ins Boot: „Sie haben in unserem Wundzentrum eine zentrale Anlaufstelle, um sich Rat, Hilfe und Informationen zu holen. Deshalb bieten wir nicht nur eine spezielle Wundsprechstunde für Betroffene an, sondern auch Info-Tage und Fortbildungsmöglichkeiten“, betont das Hautexperten-Team.

Zum Thema

Für den 9. November ist ein Informationsnachmittag geplant. „Dialog Wunde“ heißt das Thema, zu dem sich Interessierte bereits jetzt anmelden können. Möglich ist das unter ✆ 32 87 663. Dies ist auch die Nummer für Patienten, die einen Termin für die Wundsprechstunde vereinbaren möchten.

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