Do., 22.09.2016

Aegidiitor Politik schließt Bebauung von Promenadenstück aus

Die Fläche links vom Radweg an der Promenade kann nach dem Beschluss des Planungsausschusses vom Donnerstagabend nicht bebaut werden.

Die Fläche links vom Radweg an der Promenade kann nach dem Beschluss des Planungsausschusses vom Donnerstagabend nicht bebaut werden. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Die Debatte am Donnerstagabend war kurz, aber intensiv. Und am Ende stand ein Beschluss fest, der von der SPD vorgelegt wurde und einstimmig eine Mehrheit im Planungsausschuss fand. Er heißt: „Eine Bebauung der Dreiecksfläche zwischen Aegidiistraße, Am Stadtgraben und Radweg (Grundstück Flur 14 Nr. 372) wird ausgeschlossen.“

Von Klaus Baumeister

Die Debatte der vergangenen Tage ist damit vom Tisch. Sprich: Bei der Frage, ob im Rahmen der angedachten Neugestaltung des Aegidiitors bis in den Bereich der Promenade hinein gebaut werden darf, ist damit klar entschieden.

Gleichwohl wurde im Ausschuss kontrovers darüber diskutiert, ob die Debatte der vergangenen Tage nun eine reale oder eine virtuelle gewesen sei und ob da womöglich eine Gefahr abgewendet werden sollte, die gar nicht bestand.

Genau in diese Richtung jedenfalls argumentierte Stadtdirektor Hartwig Schultheiß. Im Zusammenhang mit der Neugestaltung müsse man auf die Details achten: „Wir wollen nicht die Promenade bebauen, wir wollen an dieser Stelle aber die Promenade verlegen.“ Das sei auch für die Wegebeziehung besser.

Widerspruch von SPD-Ratsherr

Energischer Widerspruch kam vom SPD-Ratsherr Thomas Fastermann. Unter den vorliegenden Architektenentwürfen gebe es zumindest einen, bei dem die Bebauung über den heute bestehenden Radweg hinausgehe.

Der FDP-Ratsherr Jürgen Reuter maß dem eine nicht so große Bedeutung zu: „Das war ein Ideenwettbewerb. Und Ideen darf man ja mal haben.“

Der Linke Rüdiger Sagel wollte das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die bislang nur nicht-öffentlich diskutierten Pläne seien „auch ganz anders interpretierbar“, nämlich im Sinne einer Bebauung. Vor diesem Hintergrund sei der jetzt erfolgte Beschluss des Ausschusses sehr hilfreich.

Den Sachverhalt als Missverständnis darzustellen, wie von Schultheiß und der schwarz-grünen Ratsmehrheit versucht, sei nicht hilfreich, so Sagel.

Gleichwohl warnte der Grüne Jörn Möltgen vor einem Überbietungswettbewerb nach dem Motto „Wir sind noch mehr dagegen als die anderen“.

In dem „Nein“ aber waren sich alle einig.

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