Fr., 23.09.2016

Neubaugebiet in Münsters Osten Im Osten tut sich was

Rund ums Haus Maikotten wird sich ab 2019 Einiges tun.

Ab 2019 wird für das Areal um Haus Maikotten ein grundlegender Wandel angestrebt. Das aktuell isoliert liegende Café und Restaurant bekommt neue Gebäude in der Nachbarschaft. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Rund um Haus Maikotten wird sich ab 2019 einiges tun.

Von Klaus Baumeister

Der Dortmund-Ems-Kanal im Westen, die Umgehungsstraße im Osten – der Geländestreifen dazwischen hat vielfach damit zu kämpfen, das Stiefkind der Stadtplanung zu sein.

Jetzt aber steht ein Projekt in den Startlöchern, von dem sich die Initiatoren eine Strahlkraft für Münsters Osten versprechen. Der Bonner Landschaftsplaner Hermann Ulrich stellte am Donnerstagabend im Planungsausschuss die Eckpunkte des „Entwicklungskonzeptes Maikotten“ vor – und erntete dafür parteiübergreifend viel Zustimmung.

Möglich wurde das Konzept aufgrund einer Übereinkunft zwischen der Stadt Münster und der Erbengemeinschaft Ulrich, die in diesem Bereich eine rund 40 Hektar große Fläche besitzt. Hermann Ulrich, einer der Vertreter dieser Erbengemeinschaft, stellte das Konzept vor:

► Entlang der Umgehungsstraße entsteht ein Neubaugebiet für 110 Einfamilienhäuser und 65 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Die Gebiet wird durch einen Lärmschutzwall von der Umgehungsstraße getrennt.

► Im Süden des Neubaugebietes, also am Übergang zur bestehenden Bebauung, wird eine Kita errichtet.

► Den nördlichen Abschluss des Wohngebietes bildet das Restaurant Maikotten, das renoviert wird und in dessen Nähe ein Quartier mit Seniorenwohnungen entsteht.

► Um das Haus Maikotten besser mit dem Ostviertel zu verbinden, wird ein „Maikotten-Rundweg“ zwischen Kanal und Haus Maikotten realisiert.

► Die bisher bestehenden Erschließungswege für das Haus Maikotten und die anderen Anwohner in dem Quartier werden gebündelt und zur Mondstraße geleitet. Der Vorteil: An der Warendorfer Straße fallen damit drei bestehende Bahnübergänge weg.

Speziell letzterer Punkt wurde von Stadtdirektor Hartwig Schultheiß gelobt. Mit dem Wegfall von gleich drei Bahnübergängen könne die Geschwindigkeit auf der Bahnstrecke Münster-Warendorf erhöht werden. Die gesamte neue Trasse führt über Flächen der Eigentümergemeinschaft.

Nach Auskunft von Planer Hermann Ulrich ist mit einer Realisierung des Projektes voraussichtlich im Jahr 2019 zu rechnen. „Zwei Jahre dauert bestimmt das Bauleitverfahren.“

Kritik kam in der Aussprache von dem Piraten Peter Hemecker. Er warf die Frage auf, ob das Neubaugebiet an der demnächst vierspurigen Umgehungsstraße nicht Lärmschutzkonflikte aufwerfe. Hermann Ulrich versicherte, dass man darauf mit einem umfassenden Lärmschutzkonzept reagiere.

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