Fr., 23.09.2016

Aufstellung in der Stadthalle Hiltrup CDU setzt auf Sybille Benning

Die Bundestagsabgeordnete Sybille Benning soll bei der Bundestagswahl im September 2017 erneut antreten. Das beschlossen die CDU-Mitglieder am Freitagabend in der Stadthalle Hiltrup. Parteichef Josef Rickfelder überreichte ihr Blumen.

Die Bundestagsabgeordnete Sybille Benning soll bei der Bundestagswahl im September 2017 erneut antreten. Das beschlossen die CDU-Mitglieder am Freitagabend in der Stadthalle Hiltrup. Parteichef Josef Rickfelder überreichte ihr Blumen. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

92,9 Prozent Zustimmung – ein gutes Ergebnis: Sybille Benning bedankt sich für ihre erneute Nominierung als CDU-Bundestagskandidatin mit einer Rede, in der sie sich ganz hinter die Politik der Kanzlerin stellte.

Von Ralf Repöhler

Um 18.04 Uhr schloss der Sitzungsleiter Ruprecht Polenz bei dem CDU-Parteitag in der Hiltruper Stadthalle die Kandidatenliste auch offiziell. Bei Sybille Benning war eine spürbare Erleichterung erkennbar, weil sie zu diesem Zeitpunkt wusste, dass sie gewonnen hatte. Der Grund: Die CDU-Bundestagskandidatin, die 2017 wieder für die CDU in Münster antreten möchte, blieb ohne Herausforderer.

Exakt 50 Minuten später war dies auch amtlich: Mit 143 von 154 abgegebenen Stimmen (bei elf Nein-Stimmen) wurde die Bundestagsabgeordnete nominiert. Das entspricht einer Zustimmungsrate von 92,9 Prozent.

Der atmosphärische Höhepunkt des Abends indes war der Moment, als Benning in ihrer Vorstellungsrede sagte: „Wir können froh sein, dass Angela Merkel unsere Bundeskanzlerin ist.“ Dafür gab es anhaltenden Applaus. Noch so ein Satz, bei dem Benning ihre ansonsten durchaus spürbare Nervosität ablegte und richtig energisch wurde: „Andere Länder beneiden uns um diese Kanzlerin.“

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Benning gefiel sich in der Rolle der Abgeordneten, die die Kanzlerin gegen die Dauerkritik von CSU und AfD verteidigt. „Wir wollen keine völkische Gesellschaft“, so ihr Credo. Oder: „Klare Kante gegen die AfD.“ Der CSU schrieb sie ins Stammbuch: „Ein Bevorzugung von Christen bei der Aufnahme von Flüchtlingen ist zutiefst unchristlich.“

Weitaus spröder kam Sybille Benning herüber, als sie die üblichen Polit-Themen abarbeitete, etwa ihr Bekenntnis zum „Wissenschaftsstandort Münster“ oder die obligatorische Forderung nach einem zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Münster-Lünen.

Sehr persönlich wurde es, als Sybille Benning ihren Vorgänger im Amt des münsterischen CDU-Bundestagsabgeordneten, Ruprecht Polenz, direkt ansprach. In Berlin, so erklärte Benning, habe sie „ganz große Schuhe“ vorgefunden. Polenz habe „in 20-jähriger Arbeit einen Ruf in der Bundespolitik erworben“, auf den er stolz sein könne.

In seinem Gefolge war Benning denn auch bemüht, liberale Positionen zu vertreten und sich hinter die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin zu stellen: „Angela Merkel hat uns mit kühlem kopf und klarem Verstand durch alle Krisen gesteuert. Ich habe sie dabei – gegen viele Anfeindungen – immer unterstützt und will das auch in Zukunft tun.“

Im Gegensatz zu Sybille Benning hat sich die Kanzlerin allerdings noch nicht entschieden, ob sie wieder antritt. Vielleicht hat ihr Benning einen Fingerzeig gegeben.

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