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Di., 18.10.2016

Finanzplan: Zehn Prozent der Fernsehgelder für Investoren Preußen-Stadion: Grundstücksoption im Umland

Walther Seinsch 

Walther Seinsch  Foto: Peperhowe

Münster - 

Die Gesprächen zwischen der neuen Preußen-Spitze sowie Politik und Stadt sollen in der kommenden Woche beginnen. Die Preußen sollen sich für ein Grundstück im Norden Münsters interessieren, aber auch eine ernsthafte Alternative im Umland der Stadt haben.

Von Ralf Repöhler

Der neue Preußen-Präsident Christoph Strässer saß am Montagmorgen im Zug nach Berlin. Wegen der Herbstferien will der Bundestagsabgeordnete erst in der kommenden Woche in die Grundstücksgespräche mit Münsters Ratsfraktionen und Verwaltung einsteigen.

Gesucht wird ein über 20 Hektar großes Areal für den Bau einer modernen Preußen-Arena für 40 000 Zuschauer, das die Stadt dem Verein kostenlos zur Verfügung stellen, dafür allerdings von einer weiteren Mitfinanzierung befreit sein soll.

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Die für einen Stadionbau vorgehaltene Vorratsfläche an der Nieberdingstraße ist nur halb so groß – und damit aus Sicht von Walther Seinsch, der als neues Präsidiumsmitglied den Stadion-Neubau vorantreibt, zu klein. Ein Umbau des Stadions an der Hammer Straße wäre aus baurechtlichen Gründen auf 22 000 Plätze beschränkt, was für die neue Vereinsspitze keine Option mehr ist.

Wie zu hören ist, soll eine mögliche Fläche im Norden der Stadt die Anforderungen erfüllen. Doch auch außerhalb von Münster soll es eine ernsthafte Alternative geben – und damit sei nicht die Nachbarschaft des Flughafens gemeint. Seinsch sagt dazu nichts. Nur soviel: „Wir wollen mit dem Stadion-Neubau unbedingt in Münster bleiben. Wenn die Stadt kein entsprechendes Grundstück zur Verfügung stellen kann, müssen wir überlegen.“ Ein entscheidendes Kriterium sei die Anbindung über öffentliche Verkehrsmittel. Vor allem mit dem Zug sollen die Fans die neue Arena erreichen, was klar gegen den FMO spricht.

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80 Millionen Euro setzt Seinsch als Hausnummer für eine neue Arena an, Baubeginn soll möglichst im Jahr 2018 sein. Der Unternehmer (früher Takko) will potenzielle Geldgeber begeistern und möglicherweise als Treuhändler auftreten, selbst aber nicht investieren. „Wir haben bei drei, vier Leuten vorgefühlt, ob sie sich ein Engagement vorstellen können“, sagt Seinsch.

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Der Finanzplan für Münster sieht vor, dass die Investoren zehn Prozent der in den nächsten Jahren rasant ansteigenden Fernsehgelder bekommen – als Mietersatz. In der Saison 2018/19 gibt es beispielsweise für Erstligisten 40 bis 45 Millionen Euro. „Unterm Strich wären das also über vier Millionen Euro“, rechnet Seinsch vor.

Voraussetzung für die konkrete Akquise sollen die Ausgliederung der Profifußballer in eine Kapitalgesellschaft und das passende Baugrundstück sein, das die Stadt in den nächsten Monaten zur Verfügung stellen soll.  

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