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Di., 18.10.2016

Premiere der Talentshow „Münsters Local Heroes“: Heldenhafte Kleinkunst

Wahre Helden kommen auf der Bühne mit ganz wenig Equipment aus: Helena Stegmann (Gesang) und Eugen Grabowski (Sampler-Maschine) sind „Plinguine“.

Wahre Helden kommen auf der Bühne mit ganz wenig Equipment aus: Helena Stegmann (Gesang) und Eugen Grabowski (Sampler-Maschine) sind „Plinguine“. Foto: Maria Conlan

Münster - 

Angekündigt wurde die Veranstaltung als „Der unterhaltsamste Abend in Münster“: Andreas Schezkin und Nael Jaber luden Kleinkünstler zur Talentshow „Münsters Local Heroes“ ein.

Von Maria Conlan

Helden gibt es überall. Auch auf der Kleinkunstbühne, auch in Münster. Das war die Idee der „iHeroe“-Macher Andreas Schezkin und Nael Jaber, die am Montag regionale Kleinkünstler sowie den Gründer von „Social Heartbeat“ zur Talentshow „Münsters Local Heroes“ einluden.

Der Andrang war unerwartet groß. Schon eine halbe Stunde vor Beginn saßen die Gäste dicht gedrängt in den Stuhlreihen des Lokals „Bagels & Pool“. Der Service wurde zur Herausforderung.

Das Programm war eng getaktet. Knapp zehn Minuten hatten die Akteure, einen Ausschnitt ihres Könnens darzubieten. Meistens gab es anschließend begeisterten Applaus, bei einigen war der Einstieg mühsamer. Gerade bei den Comedy-Beiträgen war deutlich: vielleicht hätten sie sich etwas länger „warm spielen“ müssen. Immerhin hörten alle konzentriert zu, als Malte Klingenhänger eine mehrseitige Kurzgeschichte zum Besten gab. Oliver Thom, Stand-up-Comedy, war als einziger von auswärts angereist (Steinfurt). Frau König und Olaf (Brigitte König und Olaf Zerfowski) präsentierten Ad- hoc-Rhetorik. Die Improvisationstheatergruppe Peng! (Anne, Eva, Sarah und Christian) erspielten sich im Handumdrehen, kurz nach dem „Impro-Countdown“, die Zuschauersympathien mit einer synchronisierten Azubi-Affäre und Pinguinliebe.

Die Musikbeiträge waren vielversprechend. Lasse Yoru eröffnete den Abend. Mit wenigen Instrumenten und einer Loop-Station zauberte er allein einen gesamten Bandsound auf die Bühne und schaffte eine fulminante Showeröffnung. Die Plinguine – Helena Stegmann (Gesang) und Eugen Grabowski (Sampler-Maschine) – begeisterten mit ruhigen Tönen. Ebenfalls sehr gefühlvolle und harmonische Melodien steuerten Ronja Maltzahn (Gesang und Gitarre) und Hannah Hoffmann (Cello) bei. Alle singen Englisch, warum nicht mal Russisch? Andre Schaf bewies, dass auch dies hervorragend funktioniert.

Helden waren sie irgendwie alle. Das Programm war abwechslungsreich, eventuell wird es eine Neuauflage geben, überlegen die Veranstalter.

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