Di., 15.11.2016

Preußen-Stadion an der Nieberdingstraße Stadt bestätigt: Vor 2027 geht es kaum

Der Weg zu einem neuen Preußen-Stadion an der Nieberdingstraße ist lang. 

Der Weg zu einem neuen Preußen-Stadion an der Nieberdingstraße ist lang.  Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Die Nieberding­straße als Standort für ein (mögliches) neues Preußen-Stadion ist bis 2027 blockiert. Diese Information machte am Montagabend beim Preußen-Stammtisch die Runde. Unsere Zeitung fragte daraufhin bei der Stadt Münster nach, ob es sich hierbei auch um die offizielle Position der Stadt Münster handele. Die Antwort gab der Pressesprecher der Stadt, Joachim Schiek: „Eine Zeitperspektive 2027 ist nicht unrealistisch.“

Von Klaus Baumeister

Zum Hintergrund: Unsere Zeitung hatte in der vergangenen Woche berichtet, dass das Eichamt des Landes NRW , das an der Nieberdingstraße untergebracht ist, über einen Mietvertrag bis 2027 verfügt. Der Eigentümer der Fläche, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes (BLB), hat bislang keine Verkaufspläne.

Schiek bezeichnete die „liegenschaftliche Gemengelage“ als schwierig. Nach seiner Auskunft hat die Spitze der Stadtverwaltung am Dienstag entschieden, Kontakt mit dem BLB sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) als weiterer Grundstückseigentümerin aufzunehmen, „um belastbar zu klären, wie sie die liegenschaftliche Situation beurteilen“. Sprich: Besteht eine Verkaufsabsicht? Bekanntlich gehören der Stadt an der Nieberdingstraße nur rund 30 Prozent der erforderlichen Fläche.

Historisch

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Im Grunde genommen kündigt die Stadt Münster die Klärung einer Frage an, deren Klärung sie bereits 2002 angekündigt hat. Damals wurde die bis heute gültige Arbeitsteilung – langfristige Absicherung der Nieberdingstraße als Standort bei gleichzeitiger Sanierung des Stadions Hammer Straße – öffentlich vorgestellt.

In einer Pressemitteilung im November 2002 hieß es, dass an der Nieberdingstraße noch das Kreiswehrersatzamt (Bima) und das Eichamt (BLB) ihre Sitze hätten. Die Stadt müsste erst „die Grundstücke noch ankaufen und für Ersatzlösungen sorgen“. In einer Stellungnahme aus dem Jahr 2012 heißt es: „Die sich im Eigentum Dritter befindenden Liegenschaften werden sukzessive von der Stadt erworben.“

Zu den Grundstücksankäufen bei Bima und BLB kam es in den vergangenen 14 Jahren aber nicht.

Bima: „Verkauf zum Verkehrswert“

Grundsätzlich ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) bereit, bundeseigene Grundstücke an der Nieberdingstraße, „die nicht für dienstliche Belange des Bundes (Nutzung durch die Bundeswehr) benötigt werden, an die Stadt für Zwecke eines Stadionbaus“ zu verkaufen – „zum Verkehrswert“. Das erklärt die Behörde auf Nachfrage. Konkrete Verhandlungen gab es noch nicht. Zugleich heißt es: „Eine Kündigung von Miet- oder Pachtverträgen durch die Bundesanstalt vor einer Veräußerung für Zwecke eines Stadionbaus ist nicht vorgesehen.“ Für eine Gewerbeliegenschaft besteht laut Bima „ein langfristiger Mietvertrag bis Ende des Jahres 2030“. Im östlichen und südwestlichen Bereich stehen Wohnblöcke mit 64 Wohneinheiten.

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