Sa., 19.11.2016

26. Internationales Jazzfestival erlebt riesige Kartennachfrage Nach 45 Minuten kein Pass mehr

Der rote „Ferrari“-Flügel ist ein Markenzeichen des Internationalen Jazzfestivals in Münster – auch 2017 wieder.

Der rote „Ferrari“-Flügel ist ein Markenzeichen des Internationalen Jazzfestivals in Münster – auch 2017 wieder. Foto: Stadt Münster

Münster - 

„Nach knapp 45 Minuten war das Ding erledigt.“ Dann konnte Hendrik Tiemann von der Theaterkasse den hartgesottenen Jazzfans keinen Festivalpass mehr verkaufen.

Von Gerhard H. Kock

„Nach knapp 45 Minuten war das Ding erledigt.“ Dann konnte Hendrik Tiemann von der Theaterkasse den hartgesottenen Jazzfans keinen Festivalpass mehr verkaufen. Das Große Haus war das erste Mal ausverkauft. Immerhin 256 Festival-Tickets in den unterschiedlichen Varianten gingen in der dreiviertel Stunde über die Theke der Theaterkasse. Keine fünf Tage läuft der Vorverkauf für das „26. Internationale Jazzfestival “ vom 6. bis 8. Januar 2017, und das Große Haus ist drei Mal ausverkauft, für die beiden Konzertnachmittage im Kleinen Haus gibt es noch einige Restkarten. Und selbst die Jazz-Familienmatinee am Sonntagvormittag ist bereits super verkauft.

Wer also das einmalige Flair des Internationalen Jazzfestivals miterleben möchte, muss sich sputen. Wie in den vergangenen 20 Jahren auch. Trotz des Erfolgs zeigt sich der künstlerische Leiter, Fritz Schmücker, überrascht: „Ich bin voller Demut und sehr dankbar.“ Es beeindrucke ihn „jedes Mal aufs Neue“, wie auf die Karten zugegriffen werde. Und: „Ich bin jedes Mal aufgeregt.“ Immerhin 68 Mal wurde der große Festival-Pass für sämtliche Konzerte im Großen und im Kleinen Haus verkauft. Das bedeutet Jazz von Mittag bis Mitternacht . . .

Noch gibt es ein paar Karten. Aber selbst wenn die weg sind, kann Schmücker Jazzfreunden oder solchen, die es werden wollen, Hoffnung machen: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass immer wieder mal Karten freigestellt werden.“ Das bedeutet, dass reservierte Karten nicht abgeholt oder Tickets zurückgegeben werden. Der Festivalleiter empfiehlt: „Guckt immer mal wieder ins Netz!“ Manchmal seien plötzlich zwei oder vier wieder da.

Was die Vorverkaufsstrategie angeht, habe sich das Verhalten verändert, berichtet der Leiter der Theaterkasse. Tiemann hat nicht mit so einem Publikumsandrang, so einer langen Schlange gerechnet. An der Drehtür angekommen, drehten übrigens manche wieder ab. Warum? Die Kunden stehen in der Schlange, um die Karten analog zu erwerben, und haben ihr Smartphone in der Hand, um auch online ihr Glück zu versuchen. „Je nachdem, wer schneller war, wir oder das Netz, buchten sie an der Kasse oder im Webshop.“ Zwar wird erst „kurz vor Festivalbeginn punktgenau nachgezählt und geprüft“ (Schmücker), aber es werden wohl wieder über 4000 Besucher werden.

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Karten gibt es an der Theaterkasse: ' 5 90 91 00.



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