Mi., 30.11.2016

Studentenwerk erneuert seine Appartement-Blocks in Gievenbeck 1100 Wohnungen werden saniert

Das Wohnheim am Gescherweg bekommt eine Frischzellenkur. Anfang 2018 soll die Sanierung beginnen.

Das Wohnheim am Gescherweg bekommt eine Frischzellenkur. Anfang 2018 soll die Sanierung beginnen. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Die Häuser des Studentenwerks am Gescherweg und am Heekweg in Gievenbeck sind bekanntlich alles andere als gut in Schuss. Die bis zu siebenstöckigen, mit grauem Waschbeton verkleideten Plattenbauten mit zusammen knapp 1100 kleinen Einzelappartements sind nach mehr als 40 Jahren dringend sanierungsbedürftig. Nachdem sich eine Initiative von Hausbewohnern gebildet hatte, wurde schon einmal beim Brandschutz nachgebessert.

Von Karin Völker

Jetzt kann in großen Stil saniert werden. Das Land hat offiziell mitgeteilt, die Modernisierung der Wohnhäuser mit 18 Millionen Euro zu fördern, heißt es beim Studierendenwerk. 45 Millionen Euro werden als Gesamtkosten geschätzt. „Den größten Teil müssen wir uns leihen“, sagt Studentenwerkssprecher Gisbert Schmitz.

Bis es losgeht, werden aber noch über zwei Semester vergehen. Geplanter Baubeginn am Heekweg ist zum April 2018.

Derzeit läuft eine Anfrage des Studentenwerks bei der Bezirksregierung, die das Vorhaben prüft. „Wir rechnen bis Februar mit grünem Licht“, so Schmitz. Erst dann kann das Studierendenwerk in die Feinplanung einsteigen. Bisher wird davon ausgegangen, dass die Häuser saniert, aber nicht neu gebaut werden, so wie vor einigen Jahren die Boeselburg am Aasee – die übrigens vor ihrem Abriss ähnlich trist aussah wie die Wohnheime in Gievenbeck.

Der Komplex ist derzeit die größte Wohnanlage des Studentenwerks. Am Gescherweg gibt es 718, am Heekweg 357 jeweils 17 Quadratmeter große, vorwiegend möbliert vermietete Appartements. Wer hier einzieht, zahlt 222 Euro warm. Leer steht laut Studentenwerk derzeit nichts. Wer einziehen will, muss zwei bis sechs Monate warten.

Für die Wohnungen am Heekweg werden etwa elf Monate Bauzeit einkalkuliert. Zum Sommersemester 2019 könnte der Komplex fertig werden, so Schmitz. Dann geht es weiter zum Gescherweg, wo wegen der größeren Anzahl der Wohnungen mehr zu tun ist: Bis 2021 werden sich wohl hier die Bauarbeiten hinziehen. Nachteil für die Studierenden: Die Häuser sind während der Sanierung nicht bewohnbar. „Wir bemühen uns, verschiedene Bauabschnitte vorzuziehen, damit die Ausfälle auf dem Wohnungsmarkt nicht ganz so drastisch sein werden“, so Schmitz.

Der Plan ist zunächst, leer werdende Appartements am Gescherweg nicht weiterzuvermieten und sie für die Bewohner des Heekwegs als Ersatz freizuhalten. Wenn der Gescherweg an die Reihe kommt, kann ein Teil der Bewohner am dann renovierten Heekweg wieder einziehen.

Außerdem sollen den Mietern, die wegen der Renovierung ausziehen müssen, im ganzen Bereich des Studentenwerks Ersatzwohnungen angeboten werden. „Wir wollen die Großsanierung möglichst verträglich für unsere Mieter durchführen“, so Schmitz.



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