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Mi., 30.11.2016

Bürgerinitiative diskutiert mit Betroffenen Klare Aussagen zur WLE gefordert

Gut 100 Einwohner, überwiegend aus Wolbeck, Angelmodde und Gremmendorf, diskutierten mit der Bürgerinitiative gegen die Reaktivierung der WLE-Bahn.

Gut 100 Einwohner, überwiegend aus Wolbeck, Angelmodde und Gremmendorf, diskutierten mit der Bürgerinitiative gegen die Reaktivierung der WLE-Bahn. Foto: privat

Münster-Angelmodde - 

Gut 100 Einwohner, überwiegend aus Wolbeck, Angelmodde und Gremmendorf, waren der Einladung der Bürgerinitiative (BI) gegen die Reaktivierung der Trasse der Westfälischen Landeseisenbahn (WLE) in den Strandhof in Angelmodde gefolgt.

„Wie ist der aktuelle Stand der Reaktivierungsbemühungen?“ oder „Was kann ich tun, um als Bürger Druck auf die Politik ausüben, endlich klare Aussagen zu treffen?“, waren nur einige der Themen, die mit den Gegnern der WLE-Reaktivierung diskutiert wurden. Michael Eßer, einer der Sprecher der BI, beantwortete zudem Fragen zu den Rechten der Anwohner, falls die Bahn kommt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Große Resonanz unter den Einwohnern von Münsters Südosten hat auch das Positionspapier der CDU-Südost hervorgerufen, mit dem die Politiker versichern, dass es ein angepasstes Busangebot auch im Falle einer Reaktivierung geben werde. Offen sei aber, wie das aussehe. Das CDU-Papier enthalte keine Aussage zur Zukunft der Buslinie 8, stattdessen werde der Einsatz von Quartiersbussen ins Spiel gebracht. Daraus folgerten zahlreiche Anwesende, dass die Quartiersbusse als Ergänzung zur Bahn gedacht seien und die Linie 8 in Zukunft nicht mehr zum Konzept gehöre, heißt es weiter.

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„Ärgerlich ist auch, dass die Lokalpolitik eine verbindliche Aussage über die Zukunft der Linie 8 bis heute schuldig geblieben ist“, war die einhellige Meinung der Anwesenden. Mal heiße es, die 8 bleibt erhalten, mal sei von einer Verkürzung bis Gremmendorf die Rede. Teilnehmer aus Albersloh berichteten, dass auch dort – entgegen der Aussagen in der Lokalpolitik – die Zustimmung nicht uneingeschränkt sei.

Nach der BI vorliegenden Informationen aus dem nordrhein-westfälischen Landtag werden bis zum Jahresende eine neue Kosten-Nutzen-Analyse der Reaktivierung erarbeitet und vorgestellt. Mit dieser werde sich die BI dann im Januar 2017 befassen und dann gegebenenfalls weitere Aktivitäten entwickeln.



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