Do., 01.12.2016

Integrationsprojekt mit Schülern Fragen zu Flucht und Migration

Ein Religionskurs der Jahrgangsstufe 7 des Pascal-Gymnasiums führte eine Umfrage in der Innenstadt durch.

Ein Religionskurs der Jahrgangsstufe 7 des Pascal-Gymnasiums führte eine Umfrage in der Innenstadt durch. Foto: anf

Münster - 

Die Flüchtlingsfrage bewegt und beschäftigt seit über einem Jahr auch die Menschen in Münster. Aber was halten die Münsteraner von Flüchtlingen und wie schätzen sie den Stand der Integration ein? Dieser Frage gingen 26 Schüler bei einer Umfrage auf den Grund.

Von Anna Spliethoff

Mit leuchtend gelben Zetteln in der Hand waren gestern Schüler des Pascal-Gymnasiums in der Innenstadt unterwegs. Im Rahmen eines Integrationsprojekts machten die Siebtklässler eine Passantenumfrage zum Thema Flucht, Migration und Integration.

Das Projekt „Wir mit euch – ihr mit uns“ wurde von der Diakonie Münster und dem „Team Zirkel“ ins Leben gerufen. Insgesamt nehmen neun weiterführenden Schulen aus Münster mit 18 Klassen und etwa 400 Schülern daran teil. Bei verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen beschäftigen sich die Schüler mit den Themen Flucht, Migration und Integration.

132 Befragungen

Die Siebtklässler aus dem Religionskurs von Lehrerin Dr. Elisabeth Esch-Wermeling machten eine Umfrage unter Passanten. Was denken die Münsteraner über Flüchtlinge? Wie bringen sie sich ein? Und wie beurteilen sie den Stand der Integration? Mit diesen Fragen wurden Passanten in der Innenstadt und auf den Weihnachtsmärkten konfrontiert.

„Wir versuchen, einen Trend herauszufinden“, erklärte Projektleiter Gerd Felder. Mit den Ergebnissen von 132 Befragungen zeigte er sich am Ende zufrieden: „Es gab viel Positives.“ Im Zusammenhang mit Flüchtlingen sei oft der Begriff „Bereicherung“ gefallen. Im Hinblick auf Integration seien sich die Passanten jedoch einig gewesen, dass noch viel mehr getan werden müsse.

Ergebnisse in Buchform

Laut Gerd Felder ist das Ziel des Projekts eindeutig: „Wir wollen ein Signal für mehr Offenheit, mehr Miteinander und mehr Verständnis senden, gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung.“ Und: „Integration ist eine beiderseitige Aufgabe.“

Am Ende des Projekts stellen alle 18 Klassen und Kurse ihre Ergebnisse und Erfahrungen in einem Buch zusammen, so Felder.



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