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Do., 01.12.2016

Gunther Emmerlich und Ensemble geben Adventskonzert „Da könnte man stundenlang zuhören“

Gunther Emmerlich lässt sich in der Pfarrkirche St. Stephanus beim Adventskonzert von Sopranistin Jeanne Pascale Schulze (l.) und Sabina Herzog am Cello begleiten.

Gunther Emmerlich lässt sich in der Pfarrkirche St. Stephanus beim Adventskonzert von Sopranistin Jeanne Pascale Schulze (l.) und Sabina Herzog am Cello begleiten. Foto: Andreas Hasenkamp

Münster - 

Gesang und Musik, Literarisches und Geistiges zum tieferen Sinn des Weihnachtsfestes sowie Anekdoten aus Gunther Emmerlichs Karriere als Sänger und Moderator, Großvater und Weihnachtsmann fließen harmonisch ineinander, garniert mit einem kräftigen Schuss Humor. Die Pfarrkirche St. Stephanus erlebte am Mittwochabend den Auftakt zur Adventskonzert-Tournee des populären Opernsängers.

Von Andreas Hasenkamp

Mozart, Ringelnatz und Brecht – bei allen Dreien findet der Dresdner Gunther Emmerlich „fromme Zeilen“: „Ein Komponist, ein Kabarettist, ein Schriftsteller – auch dies ist eine frohe Botschaft“.

Der 72-jährige Emmerlich ist indes nicht alleine nach Münster gekommen, sondern begleitet von seinem Ensemble. Sabina Herzog überzeugt nicht nur am Cello, dem leider nur ein Solo, dafür aber ein umso wirkungsvolleres, gegönnt ist, sondern auch als Sopranistin im Verbund mit Jeanne Pascale Schulze. Ob solo wie beim „Ave Maria“ oder an der Seite Gunther Emmerlichs – Schulzes wohltemperierte Stimme weiß mühelos und virtuos im großen Kirchenraum zu überzeugen. Kein Wunder, dass Emmerlich schon länger mit den beiden Sängerinnen zusammenarbeitet, mit Herzog schon seit dem Jahr 2002.

Matthias Suschke ist ein kongenialer, ebenfalls gut auf seine Mitmusiker abgestimmter Begleiter an Orgel und Klavier.

Der Kirchenraum von St. Stephanus ist an diesem Abend schon frühzeitig gut gefüllt. Mit Applaus bedachte das Publikum Emmerlichs mit Bedauern vorgetragene Ankündigung, dass Posaunist Kurt Sandau erkrankt sei, man sich aber trotzdem entschieden habe, das Konzert stattfinden zu lassen.

„Da könnte man noch stundenlang zuhören“, meint eine Frau, als nach gut eineinhalb Stunden das Auftakt-Konzert zur Tournee vorbei ist. Diese umfasst bis Weihnachten 17 Auftritte – von Münster aus geht es zunächst weiter nach Delbrück, Soest und Minden.



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