Do., 01.12.2016

Streit um Ex-Chef der Kreishandwerkerschaft Maximalforderung lässt Vergleich vor Gericht scheitern

Bernd Pawelzik

Bernd Pawelzik Foto: Oliver Werner

Münster - 

Auch beim jüngsten Termin vor dem Arbeitsgericht konnten sich die Kreishandwerkerschaft und der entlassene Hauptgeschäftsführer nicht auf einen Vergleich einigen.

Von Karin Höller

Unversöhnlich stehen sich weiterhin der Vorstand der Kreishandwerkerschaft KG und der vor dem Arbeitsgericht auf Wiedereinstellung klagende ehemalige Hauptgeschäftsführer Bernd Pawelzik gegenüber, wie am Donnerstagnachmittag beim jüngsten Gerichtstermin deutlich wurde.

Ein Vergleich in dem seit Mitte 2015 schwelenden Streit, der bereits dicke Aktenordner füllt, scheiterte bislang an den zu unterschiedlichen Vorstellungen der Prozess-Parteien. Die Maximalforderung einer Abfindung von über einer Million Euro habe eine Vergleichsmöglichkeit im Keim erstickt, begründete der Anwalt des KH-Vorstands das Scheitern der Verhandlungen. Schließlich stehe die finanzielle Existenz seines Mandanten auf dem Spiel, konterte Pawelziks Rechtsbeistand. In dieser verfahrenen Situation empfahl die Richterin ein Mediationsverfahren, um doch noch einen Vergleich herbeizuführen – mit einer etwas moderateren Vergleichssumme von knapp 300 000 Euro.

Aber auch ein Mediationsverfahren wäre zum Scheitern verurteilt, „wenn es ergebnisoffen geführt wird“, warnte der Anwalt der KH. „Wir können über Geld, aber nicht über eine Weiterbeschäftigung reden.“ Die sei der Belegschaft nicht zuzumuten. Genau die wünscht sich indes die Gegenseite. „Bislang ist immer noch kein vernünftiger Kündigungsgrund genannt worden“, hieß es auf Seite der Kläger. In Kürze will die Richterin verkünden, ob der Kündigungsschutzklage stattgegeben wird oder nicht.



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