Fr., 16.12.2016

Ortstermin JVA: Rückkehr von 80 Häftlingen wird geprüft

Das Hafthaus B (r.) wurde nach dem Krieg gebaut.

Das Hafthaus B (r.) wurde nach dem Krieg gebaut. Foto: ah

Münster - 

80 Häftlinge sind zurzeit in der JVA untergebracht. Jetzt wird geprüft, ob mindestens 80 weitere in einen im Sommer evakuierten Gebäudeteil zurückkehren können.

Von Martin Kalitschke

So schnell wie möglich sollen mindestens 80 Häftlinge in die im Sommer geräumte Justizvollzugsanstalt an der Gartenstraße zurückkehren – sofern dies möglich ist. Das ist das Ergebnis eines Ortstermins , der am Freitag mit Vertretern des Düsseldorfer Justizministeriums , des Bau- und Liegenschaftsbetriebes, der Justizvollzugsanstalt, der Bezirksregierung, des Landschaftsverbandes und der Stadt Münster stattfand.

Im früheren Sanitätsbereich befinden sich aktuell rund 80 Häftlinge. Würde das derzeit leere Hafthaus B wieder genutzt, könnten weitere 80, eventuell sogar noch mehr Untersuchungshäftlinge einziehen, so ein Sprecher des Justizministeriums gegenüber unserer Zeitung. Die Gesamtzahl würde sich damit auf mindestens 160 erhöhen.

Fotostrecke: So sieht es in dem geräumten Gefängnis aus

Das Hafthaus B gilt als nicht einsturzgefährdet. Anders als die übrigen Flügel des Gefängnisses stammt es nicht aus dem 19. Jahrhundert, sondern wurde in den 1950er-Jahren errichtet.

Ob dieser Flügel tatsächlich sicher ist, soll nun intensiv geprüft werden. „Arbeitspakete und eine ‎zeitnahe Fortsetzung der Gespräche wurden zwischen den beteiligten Behörden vereinbart“, hieß es am Freitag.

Wie der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Marquardt betont, soll mit der Erhöhung der Häftlingszahl erreicht werden, dass weniger JVA-Beschäftigte pendeln müssen und die Untersuchungs-Häftlinge schneller zu den münsterischen Gerichten gelangen.

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