Fr., 23.12.2016

Videoserie: Auftakt mit Lisa Feller „Menschen in Münster“­ entdeckt Geheimnisse

Mit Fernsehkomikerin Lisa Feller ging Simon Jöcker ins ­Picasso-Museum.

Mit Fernsehkomikerin Lisa Feller ging Simon Jöcker zum Auftakt der Videoserie Menschen in Münster unter anderem ins ­Picasso-Museum. Foto: Simon Jöcker

Münster - 

Das Besondere an Münster? „Hier gibt es noch echte Typen“, meint Filmemacher Simon Jöcker. In einer neuen Videoserie holt er Menschen aus Münster vor die Kamera, die was zu erzählen haben. Zum Auftakt entlockt er Fernsehkomikerin Lisa Feller, was sie an ihrer Heimatstadt besonders schätzt.

Von Jan Hullmann

Das Besondere an Münster ? Der Menschenschlag, der hier lebt. „Hier gibt es noch echte Typen“, meint Simon Jöcker . Den Filmemacher zieht es nach dem Regiestudium in Los Angeles und einigen Jahren in München, wo er viel für den Bayerischen Rundfunk gearbeitet hat, zurück in seine Heimatstadt. Das Lebensgefühl in Münster sei einfach besonders, sagt der 36-Jährige. „Je länger ich in München war, desto mehr habe ich gemerkt, dass ich Münsteraner bin.“

In Münster startet Jöcker eine neue Videoserie . „Menschen in Münster“, produziert in Zusammenarbeit mit den Westfälischen Nachrichten, bringt mehr oder weniger prominente Bürger der Stadt vor die Kamera , die etwas zu erzählen haben. Begonnen hat er mit der Türmerin Martje Salje, die ihn in die Geheimnisse des Jobs an der Spitze der Lambertikirche einweiht. Was an dem Format anders ist: Jöcker nimmt sich und gibt seinen Protagonisten Zeit. Die Interviews dauern zwischen 20 und 30 Minuten.

Youtube-Kanal

Alle Videos von Simon Jöcker finden Sie auf seinem Youtube-Kanal Menschen in Münster.

„Ich glaube, dass man so näher an die Person herankommt. Sie verlassen ihre professionelle Rolle, sind sie selbst“, erklärt Jöcker seinen Ansatz. Den Unterschied zwischen Promi-Rolle und Privatmensch kennt der Filmemacher ziemlich gut, sein Vater ist der erfolgreiche Kinderliedermacher Detlev Jöcker.

Auftakt mit Lisa Feller

Die Interviewpartner nehmen ihn mit an ihre Lieblingsorte in der Stadt. So verrät die Fernsehkomikerin Lisa Feller an den Aasee­kugeln, dass Münster für sie wie ein Ferienort sei, in dessen Ruhe sie nach Auftritten in den Metropolen des Landes immer wieder gerne zurückkommt.

Ähnlich geht es Simon Jöcker. Für ihn ist Münster „Idylle”. Im letzten Jahr hat er mit einer filmischen Liebeserklärung an seine Heimatstadt auf sich aufmerksam gemacht: „Münster bei Nacht” porträtierte, was in der Stadt passiert, wenn es dunkel wird – komplett in Zeitlupe. Bei einer Abstimmung unserer Zeitung wurde es zum besten Video über Münster gewählt.

Trotz knapp 20 Jahren Lebenszeit in Münster hat Jöcker bei den Arbeiten zu der Videoserie noch Neues über seine Heimatstadt erfahren: „Ich dachte, dass ich Münster gut kenne, aber durch das Format entdecke ich immer wieder neue Dinge.” So führte ihn Bischof Felix Genn in den Garten, der sich „wie eine geheime Kammer“ auf einem großen Gebiet hinter dem Amtssitz am Dom verstecke.



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