Di., 27.12.2016

Vermisster lebte vier Monate in Höhle Münsteraner will wohl doch nicht zurückkehren

Vermisster lebte vier Monate in Höhle : Münsteraner will wohl doch nicht zurückkehren

In dieser Höhle lebte der Münsteraner vier Monate lang. Foto: Thomas Kreissl

Pentling/Münster - 

Zwei Jahre lang war ein Münsteraner verschwunden, bis er kurz vor Weihnachten in einer Berghöhle in der Nähe von Regensburg entdeckt wurde. Zunächst kursierte die Information, dass er nach Münster zurückkehren würde - dies ist jedoch nach einem neuen Medienbericht mehr als fraglich.

In der Westfalen-Metropole hatte der Mann 2014 seine deutlich jüngere Ehefrau, die damals schwanger war, verlassen. Nachdem der 65-Jährige entdeckt worden war, berichtete vergangenen Freitag zunächst die Nachrichtenagentur dpa, dass der Mann, der mittlerweile Vater eines einjährigen Jungen ist, die Absicht hatte, wieder zurückzukehren. Laut Informationen der "Bild"-Zeitung soll dies nicht der Fall sein.

Nach einem Online-Bericht der Boulevardzeitung von Montag ist eine Rückkehr vom Tisch. Der 65-Jährige hat laut "Bild" noch zwei weitere Kinder im Erwachsenenalter, die als Personenschützerin und Soldat in Kabul tätig sind. Zu beiden besteht kein Kontakt mehr.

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Derzeit lebt der Münsteraner übergangsweise in einer Sozialwohnung im oberpfälzischen Pentling und spielt mit dem Gedanken, in sein dortiges Elternhaus zu ziehen. Zunächst steht aber ein Kurzbesuch im benachbarten Regensburg an, berichtet die "Bild"-Zeitung. „Ich muss meinem holländischen Bekannten ein 50-Liter-Fass Bier spendieren“, wird der 65-Jährige in dem Bericht zitiert. Denn der Kapitän eines Frachtschiffes hatte mit dem Münsteraner gewettet, dass es der 65-Jährige nicht bis Silvester in der Höhle aushalten würde.

Ob es der Münsteraner geschafft hätte, wenn er nicht entdeckt worden wäre, bleibt für immer offen. Der Mann hatte die vier Monate Höhlen-Leben jedenfalls körperlich gut verkraftet und vermisst nun am meisten die Ruhe, denn diese "war das Schönste".



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