Sa., 14.01.2017

Laschet beim Neujahrsempfang der CDU Schöler überrascht Laschet: Er ist noch in Münster

Armin Laschet  bei seiner Rede vor der CDU beim Neujahrempfang. Der von ihm längst abgewandert geglaubte Top-Wissenschaftler Hans Schöler (l.) hörte ihm zu.

Armin Laschet  bei seiner Rede vor der CDU beim Neujahrempfang. Der von ihm längst abgewandert geglaubte Top-Wissenschaftler Hans Schöler (l.) hörte ihm zu. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Die CDU will im Fall eines Wahlsieges vieles in NRW anders machen – zum Beispiel auch die Wissenschaftspolitik.

Von Karin Völker

Innere Sicherheit, Wortschaftspolitik, Bildung: Armin Laschet , der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 14. Mai, will im Falle seines Sieges vieles anders machen. Das ist in Wahlkampfzeiten nicht sehr überraschend. Bei seinem Besuch beim Neujahrsempfang der münsterischen CDU am Donnerstagabend erinnerte Laschet wieder an ein altes Thema, eine Wunde, die in der Wahrnehmung münsterischer Wirtschaftsförderer und in Wissenschaftlerkreisen auch nach sieben Jahren noch nicht verheilt ist.

Fotostrecke: CDU-Neujahrsempfang

Der Hauptleidtragende der unerfreulichen Geschichte, die eigentlich eine Erfolgsstory für Münster und NRW werden sollte, war beim Empfang dabei: Stammzellforscher Prof. Hans Schöler , Direktor des münsterischen Max-Planck-Instituts mit CDU-Parteibuch, hatte seinerzeit mit dem damaligen CDU-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers das Projekt „Care“, ein wirtschaftsnahes Forschungsinstitut für Medikamentenentwicklung, auf den Weg gebracht.

Rüttgers verlor die Wahl, bekanntlich wurde es nach langem Hin und Her nichts mit der Landesförderung. Das Care-Institut entstand in Bayern.

Das "Care" Institut

Grüne Kritik an „Care“ in Bayern

München wirbt Münsters Stammzellen-Projekt ab

„Das würde mit uns nicht passieren“, wetterte Laschet vor den münsterischen Parteifreuden und deren Gästen aus anderen Parteien Verbänden und Institutionen. Es nützt ihm nichts mehr, aber Schöler schaute zufrieden, als Laschet das zur Sprache brachte. Dass der international hochrenommierte Wissenschaftler aber weiterhin in Münster lebt und arbeitet, war wiederum für den CDU-Spitzenkandidaten eine echte Überraschung.

Bei ihm hatte sich offenbar die Wahrnehmung festgesetzt, nicht nur die Care-Idee, sondern auch Schöler selbst sei aus Münster und NRW vergrault worden. Darauf aufmerksam gemacht, dass Schöler vor ihm stand, reagierte Laschet verblüfft: „Was machen Sie überhaupt hier?“, fragte er Schöler ungläubig. Der nippte lächelnd am Rotwein.



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