Sa., 14.01.2017

Modedesignerinnen präsentieren ihre Arbeiten Vom Brautkleid bis zum Spielanzug

Maß nehmen, konzipieren, nähen und präsentieren: Die Absolventinnen der Schule für Modemacher präsentierten ihren Familien und Freunden bei einer Modenschau in der Halle Münsterland die Ergebnisse ihrer umfangreichen Arbeit.

Maß nehmen, konzipieren, nähen und präsentieren: Die Absolventinnen der Schule für Modemacher präsentierten ihren Familien und Freunden bei einer Modenschau in der Halle Münsterland die Ergebnisse ihrer umfangreichen Arbeit. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

So vielfältig und individuell wie die Absolventinnen sind ihre Kollektionen: vom Dirndl bis zum Kinderspielanzug, vom Brautkleid bis zum Tennisdress. Münsters Schule für Modemacher zeigte schöne Kleider.

Von Maria Conlan

Eine knisternde Stimmung herrschte vor den Sitzungssälen im Erdgeschoss des Handwerkerbildungszentrums am Donnerstagabend: 27 Absolventinnen der Schule für Modemacher Münster warteten mit ihren Familien und Freunden auf den Einlass. Die Prüfungen waren vorbei, die letzte kurz vorher gelaufen, alle hatten es geschafft. Endlich konnten sie ihre Kollektion von 20 Kleidungsstücken vorstellen und auf ihren erfolgreichen Abschluss anstoßen. In vierzehn Tagen folgt noch außerhalb der Notenwertung „die Kür“: die Modenschau in der Halle Münsterland , wo ein Drittel der Werke den Weg auf den Laufsteg findet.

Fotostrecke: Mode aus Münster

„Wir haben viel gelacht und ein bisschen geweint,“ fasste Schulleiterin Beate Welp-Gerdes die 3,5-jährige Ausbildung zum Produktmanager für Modedesign und Bekleidung zusammen. Schulleiter Professor Dr. Wolfgang Hufnagel sprach vom hohen Standard der erbrachten Leistung nach der fundierten Ausbildung. Er würdigte die elterliche Unterstützung, die bei der privaten Modeschule gerade in finanzieller Hinsicht gefordert war. Besonders groß ist die diesjährige Abschlussklasse durch den doppelten Abi-Jahrgang.

So vielfältig und individuell wie die Absolventinnen sind ihre Kollektionen: vom Dirndl bis zum Kinderspielanzug, vom Brautkleid bis zum Tennisdress.

Modenschau in der Halle Münsterland

Die Modenschau am 27. Januar wird auch für Absolventin Randi Schmitt der absolute Höhepunkt mit ihrer Dessous-Kollektion „Where Wind meets the Ocean“. Wenn der Wind auf den Ozean trifft, entstehen himmlische Dessous mit Spitze und Schmucksteinen, überzeugende Kompositionen aus Schwarz, Weiß und Grautönen.

Die größte Herausforderung für die Absolventin war das Timing – von der Zeichnung über den Materialeinkauf im vorgegebenen Budget („Spitze ist super teuer“) bis zur Fertigstellung und Präsentation, dabei nie die gedachte Zielkundin aus dem Blick verlieren.

„Wir sind stolz auf euch“

Modelle für die Modenschau zu finden, war ein Leichtes. „Wir tragen alles, was du schneiderst“, versprachen die Freundinnen Schmitt und standen zu ihrem Wort, auch als sie erfuhren, dass es Dessous werden. Schmitt ist „super zufrieden“. Im Februar geht’s gleich weiter mit dem aufbauenden Bachelor-Studium an der FHM Osnabrück. Die meisten Absolventinnen starten ab Februar lückenlos in den Berufsalltag, wenn nicht als Designerin, dann als Einkäuferin oder im Marketing. Die Schule legt Wert auf Praxisorientierung. Für viele ergab sich durch ihr halbjähriges Praktikum im sechsten Semester eine Arbeitsstelle. Abschließend urteilte Welp-Gerdes: „Wir sind stolz auf euch“.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4557965?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F