Mi., 18.01.2017

Preußen-Stadion-Neubau Greven bleibt ernsthafte Option: Zwei Standorte im Gespräch

Preußen-Stadion-Neubau : Greven bleibt ernsthafte Option: Zwei Standorte im Gespräch

Preußen Münster will ein neues Stadion bauen. Foto: Jürgen Peperhowe, Uwe Renners, Matthias Ahlke, Architektenbüro Landheer

Münster - 

Bis Ende März soll klar sein, ob die Preußen eine moderne Fußball-Arena in Münster bauen können. Die Nachbarstadt Greven bleibt bei der Grundstückfrage eine ernsthafte Option. Dort sind gleich zwei Areale im Gespräch.

Von Ralf Repöhler / Alexander Heflik

Der SC Preußen Münster wird seine Anforderungen an den möglichen Neubau einer modernen Fußball-Arena konkretisieren und zu Papier bringen. Wie Präsident Christoph Strässer bestätigt, werden die Pläne unter anderem zur Grundstücksgröße und geplanten Zuschauerkapazität mithilfe eines erfahrenen Stadionentwicklers erstellt. Noch im ersten Quartal 2017 sollen sie Oberbürgermeister Lewe vorgelegt werden.

Die Stadt will bis Ende März klären, ob den Preußen überhaupt ein mögliches Baugrundstück in Aussicht gestellt werden kann. Strässer betont, dass der Verein in Münster bleiben wolle. „Wir benötigen eine schnelle Entscheidung. Das Stadion soll über privates Kapital finanziert werden. Und die Investoren können nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag warten“, sagt Strässer.

Nieberdingstraße keine Option

Daher bleibt auch die Nachbarstadt Greven eine ernsthafte Option bei einem Neubau. Aufsichtsratsmitglied Walther Seinsch , der frühere Präsident des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg, ist skeptisch geworden, dass Münster die Grundstücksfrage klären kann. Die Nieberdingstraße sei aufgrund der langfristigen Verträge dort keine Option. „Bislang haben wir von der Stadt nichts Konkretes vorliegen. Hinzu kommt, dass wir im Dezember von einigen Stadtvertretern unhöflich behandelt worden sind“, formuliert Seinsch vorsichtig.

Mit dem Bürgermeister von Greven, Peter Vennemeyer, ist konkret über zwei Grundstücke gesprochen worden. Favorisiert wird eine Fläche direkt an einem Autobahnanschluss. Zusätzlich wird erneut über einen Standort zwischen Albachten und Bösensell debattiert.

Ausgliederung der Profi-Abteilung

Der neu konstituierte Aufsichtsrat des SC Preußen hatte sich am Montagabend mit dem Präsidium um Club-Chef Strässer getroffen, um den gemeinsamen Fahrplan zu besprechen.

„Die Ausgliederung der Profi-Abteilung und die Stadionfrage sind zwei zentrale Punkte“, umriss der neue Aufsichtsratsvorsitzende Frank Westermann die Perspektive der nächsten Wochen. Auch die notwendige Lizenzierung für die 3. Fußball-Liga muss bis Ende Februar abgearbeitet werden.

Die Ausgliederung setzt nicht nur eine außerordentliche Mitgliederversammlung voraus, sondern dafür muss auch im Vorfeld beim eigenen Anhang geworben werden. Das könnte durchaus ein Spagat werden.

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