Di., 31.01.2017

Neue Preußen-Arena Stadion-Pläne an der Autobahn 43

Preußenstadion Hammer Straße. Foto: Uwe Renners

Das Preußen-Stadion an der Hammer Straße. Foto: Uwe Renners

Münster - 

Südlich von Albachten und der Autobahn 43 könnte die neue Preußen-Arena entstehen. Die Stadt prüft die überwiegend landwirtschaftlichen Flächen als eine Option. Eine Alternative soll am Hessenweg in Münsters Norden sein.

Von Ralf Repöhler

Ackerland, kleine Wälder und vereinzelte Bauernhöfe liegen südlich von Albachten und der Autobahn 43. Gut möglich, dass dort – im Bereich von Vogelsang, Niederort und Osthofstraße – in Zukunft auch die neue Fußball-Arena des SC Preußen Münster steht. Jedenfalls sind die heute überwiegend landwirtschaftlich genutzten Flächen unweit des Autobahnkreuzes Münster-Süd eine echte Option, die Oberbürgermeister Markus Lewe dem Drittligisten nennen will.

Diese beiden Standorte gelten als Favoriten

Die Stadtverwaltung prüft derzeit mehrere Möglichkeiten in Münster , zwei Standorte scheinen sich dabei herauszukristallisieren. Neben Albachten ist von einer Fläche im Norden die Rede, am Hessenweg beziehungsweise Schifffahrter Damm. In allen Fällen sind die Grundstücke größtenteils in Privatbesitz, Gespräche sind bislang nicht geführt worden. Andere Optionen wie an der Steinfurter Straße oder in Amelsbüren sollen aus dem Rennen sein.

Für Albachtens Süden spricht die verkehrliche Anbindung. Der dortige Bahnhalte-Punkt soll ausgebaut werden. Die Fans sollen das Stadion über den Vogelsang zu Fuß erreichen können. Dazu kommt die gute verkehrliche Anbindung über die Autobahnen 1 und 43.

Grundstück an der Nieberdingstraße fällt weg

22 Hektar hatten die Preußen bislang als benötigte Grundstücksfläche für den Bau einer Arena genannt, die langfristig Erstliga-Fußball in Münster garantieren soll. Das über viele Jahre als Option vorgehaltene Grundstück an der Nieberdingstraße fällt damit weg, auch wegen der langfristigen Verträge und schwierigen Grundstücksverhältnisse dort.

Greven eine ernsthafte Option

Preußen-Präsident Christoph Strässer ist „zuversichtlich, dass wir ein passendes Areal in Münster finden“. Alternativ bleiben Flächen mit Autobahn-Anschluss in der Nachbarstadt Greven eine ernsthafte Option.

Anforderungen werden konkreter

Zu Wochenbeginn konkretisierte die Preußen-Spitze ihre Anforderungen an eine moderne Fußballarena, die sie mit der Hilfe eines erfahrenen Stadionentwicklers zu Papier brachten. Die Pläne geben Auskunft über die benötigte Grundstücksgröße, die geplante Zuschauerkapazität sowie über sportrechtliche und bauplanungstechnische Voraussetzungen. „Das Schreiben an OB Lewe wird am Dienstag in den Abendbriefkasten des Stadthauses geworfen“, sagt Strässer.

Hohe Kosten

Die Stadt will Klarheit darüber haben, ob die Arena nur für Sport oder auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden soll. Vor allem aber fragt man sich im Rathaus, wie das zig Millionen Euro schwere Bauvorhaben finanziert werden soll. Allein die Erschließung wird im zweistelligen Millionenbereich liegen.

Vereinbarter Termin: Ende März

Planungsamtsleiter Christian Schowe hat die Preußen vor wenigen Tagen mit einem Erinnerungsschreiben aufgefordert, die Anforderungen auch wirklich bis Ende Januar einzureichen. Nur so könne die Verwaltung den von beiden Seiten vereinbarten Termin Ende März halten, an dem auch Grundstücksoptionen genannt werden sollen.

Kritik

Die schwarz-grüne Rathaus-Mehrheit hält bislang am weiteren Ausbau des Stadions an der Hammer Straße fest. Strässer bemängelt indes, dass an diesem Standort nur Drittliga-Fußball möglich sei.

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