Fr., 17.02.2017

Ausbau der B 51 Umgehungsstraße wird wegen Bombenverdachts mehrfach gesperrt

Projektleiter Michael Putzka zeigt auf den Verlauf der für 2018 geplanten Behelfsbrücke über die Umgehung in Höhe Wolbecker Straße. Vorher müssen die Kampfmittelräumer ran.

Projektleiter Michael Putzka zeigt auf den Verlauf der für 2018 geplanten Behelfsbrücke über die Umgehung in Höhe Wolbecker Straße. Vorher müssen die Kampfmittelräumer ran. Foto: hpe

Münster - 

Bevor die Umgehungsstraße ausgebaut werden kann, rücken nun die Kampfmittelräumer an und müssen an 21 Verdachtspunkten Sondierungsbohrungen machen. Mehrtägige Vollsperrungen der B 51 sind unausweichlich.

Von Helmut P. Etzkorn

Der Ausbau der Umgehungsstraße B 51 steht vor der ersten und ernsten Belastungsprobe: Bei der Auswertung von Bombenabwurf-Luftbildern aus dem Zweiten Weltkrieg hat der Kampfmittelräumdienst in dem Abschnitt zwischen Wolbecker Straße und dem neuen Knotenpunkt Warendorfer Straße insgesamt 21 Verdachtspunkte geortet.

Rund die Hälfte davon liegen direkt unter der Umgehungsstraße. Alle Punkte müssen mit Sondierungsbohrungen erkundet werden. „Das wird auf eine Vollsperrung der Umgehung für einen längeren Zeitraum hinauslaufen“, befürchtet Michael Putzka , Projektleiter vom Landesbetrieb Straßenbau. Weil in einem Bereich von 25 Metern rund um die Bohrstellen kein Boden verdichtet werden darf, scheidet eine provisorische Umfahrung aus. „Während der Sperrungen muss der Schwerverkehr ab Telgte in Richtung Autobahn über Wolbeck ausweichen. In Richtung Warendorf wird es ebenfalls eine großräumige Umleitung geben“, so Putzka.

Fotostrecke: So wird die Umgehungsstraße aussehen

Im März werden zunächst die Verdachtspunkte außerhalb der Fahrbahntrasse aufgebohrt. Das wird den Verkehr auf der Umgehung noch nicht beeinträchtigen. Dann geht es an die kritischen Stellen unter der B 51 in Höhe Wolbecker Straße/neue Auffahrtsrampe, Birkenweg und im Bereich des neuen Knoten Warendorfer Straße. „In ganz NRW gibt es nur drei Bohrtrupps, und es ist nicht zu erwarten, dass uns der Kampfmittelräumdienst alle Kapazitäten zur Verfügung stellt“, so Putzka. Mit der Folge, dass es wohl mehrmals bis Ende April mehrtägige Vollsperrungen geben wird. Sollte dann gar eine Bombe geortet werden, wäre das Chaos komplett. Dann müsste großflächig in der Fahrbahn gegraben werden. „Das dauert dann mehr als ein paar Tage“, so Putzka.

Bis zum Sommer 2018 soll die Behelfsbrücke der Wolbecker Straße über die Umgehung stehen, dann wird die alte Brücke abgebrochen und ein neues Bauwerk gesetzt. Die Rampen entstehen schon.



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