Mi., 08.03.2017

Hauptbahnhof Münster Neues Gesicht für den Bremer Platz

Aus drei Komplexen besteht das neue Empfangsgebäude an der Ostseite des Bahnhofs (links oben der künftige Nordeingang mit Radstation, links unten die Ecke Hamburger Straße/Bremer Platz). Sobald die Gebäude stehen, soll der Bremer Platz neu gestaltet werden. Der Plan und die Skizze unten rechts zeigen eine Gestaltungsmöglichkeit. Ein Vorschlag der CDU, dort einen großen Biergarten zu errichten, ist laut Stadt aktuell kein Thema.

Aus drei Komplexen besteht das neue Empfangsgebäude an der Ostseite des Bahnhofs (links oben der künftige Nordeingang mit Radstation, links unten die Ecke Hamburger Straße/Bremer Platz). Sobald die Gebäude stehen, soll der Bremer Platz neu gestaltet werden. Der Plan und die Skizze unten rechts zeigen eine Gestaltungsmöglichkeit. Ein Vorschlag der CDU, dort einen großen Biergarten zu errichten, ist laut Stadt aktuell kein Thema. Foto: Lisa Stetzkamp/Landmarken AG/kadawittfeldarchitektur

Münster - 

Der Bremer Platz bekommt ein neues Gesicht. Ende des Jahres soll mit dem Bau eines dreiteiligen Gebäude-Komplexes begonnen werden. Der benachbarte Park soll umgestaltet werden.

Von Martin Kalitschke

Der Bremer Platz soll ein neues Gesicht erhalten. Ziel sei es, dass er wieder zu einem Platz wird, der von allen Menschen genutzt werden kann – „und nicht nur von einer kleinen Gruppe“, wie Planungsdezernent Siegfried Thielen mit Blick auf die Drogenszene betont.

Nach Einweihung des neuen Empfangsgebäudes auf der Westseite des Hauptbahnhofs – voraussichtlich in diesem Juni – wird auf der Ostseite durch den Investor Landmarken AG ein dreiteiliger Gebäudekomplex errichtet. Ende des Jahres sollen die Vorbereitungen beginnen, so Thielen. Die Verwaltung plant dann unter anderem, Arkaden, Überdachungen und Brunnenanlage am Bremer Platz ersatzlos abzureißen.

 

 

Fotostrecke: Die ersten Bilder aus dem Bahnhof Münster

Auf die frei werdende Fläche soll die Bremer Straße verschoben werden – und zwar so lange, bis der neue Gebäudekomplex an der Ostseite fertiggestellt ist. Thielen rechnet damit, dass die Bauarbeiten rund zwei Jahre dauern werden, die Logistik für das Großprojekt bezeichnet er als ähnlich anspruchsvoll wie beim Bau der Münster-Arkaden. Die Bremer Straße soll während der Bauarbeiten weiter genutzt werden können. Für die Drogenszene, die sich derzeit noch am Bremer Platz aufhält, soll eine Alternative gesucht werden.

Mehr zum Thema

Kommentar zur Gestaltung des Bremer Platzes:  Die ganz große Chance

Weiteres Bauprojekt am Bahnhof:  Post soll abgerissen werden

Neues Empfangsgebäude:  Hauptbahnhof Münster wird erst Ende Juni fertig

Mit Video & Fotostrecke:  Neuer Bahnhof auf der Zielgeraden - Großteil der Mieter steht bereits fest

Mit Beginn der Bauarbeiten für den neuen Komplex werden die Bahnhof-Ausgänge in Richtung Bremer Platz geschlossen. Reisende gelangen dann nur noch über den neuen Haupteingang an der Westseite in den Hauptbahnhof. Da in dieser Phase zahlreiche Fahrradabstellmöglichkeiten auf der Ostseite entfallen, werden vor der Radstation am Berliner Platz sowie im Hamburger Tunnel doppelstöckige Fahrradständer aufgestellt. Sie sollen später in der neuen Radstation an der Ostseite weiterverwendet werden, berichtet Thielen.

Die Haltestelle der Fernreisebusse soll nach Abschluss der Bauarbeiten nicht an den Bremer Platz zurückkehren, sondern dauerhaft am aktuellen Standort (Ecke Hafenstraße/Friedrich-Ebert-Straße) bleiben. Auch dieser Bereich soll städtebaulich aufgewertet werden, betont Thielen. Denkbar seien ein Kiosk, Toilettenanlagen oder überdachte Bereiche. All diesen Vorschlägen muss die Politik noch zustimmen. Der Rat diskutiert am 22. März über die Bahnhof-Ostseite. 

Markthalle und Hotel auf der Bahnhof-Ostseite

Im dreiteiligen Neubaukomplex an der Bahnhof-Ostseite soll nicht nur eine Radstation mit rund 2150 Stellplätzen untergebracht werden. Der Investor Landmarken AG plant dort auch eine zweigeschossige Markthalle mit Angeboten zum Einkaufen und Verweilen. Im nördlichen Baukörper soll es einen Supermarkt geben, in den oberen Etagen sind neuartige Wohnformen – auch mit Unterstützungsangeboten – geplant. Im mittleren Baukörper befinden sich Apartments und Wohngemeinschaften, unter anderem für Studierende. Und in den am Hamburger Tunnel gelegenen südlichen Baukörper zieht ein Hotel ein. Die Bremer Straße wird künftig baulich und optisch in den Platz vor dem Komplex integriert. „Die Autos fahren künftig quasi über die Platzfläche“, so Planungsdezernent Siegfried Thielen. 

Mehr zum Thema



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4690252?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F