Mo., 27.03.2017

Preußen-Stadion Strässer: „Es wird Zeit für ein Gespräch mit der Politik“

Das Preußen-Stadion an der Hammer Straße. Foto: Renners

Das Preußen-Stadion an der Hammer Straße. Foto: Uwe Renners

Münster - 

Die Standort-Suche für einen Stadion-Neubau in Münster hat die Stadt beendet. Die Ergebnisse liegen dem SC Preußen Münster vor.

Von Dirk Anger

Gibt es in Münster einen Standort für ein neues Fußballstadion? „Die Grundstücksgröße gibt es“, atmete Christoph Strässer, Präsident des Fußball-Drittligisten Preußen Münster, durch. Die ersehnten Ergebnisse einer Potenzialanalyse hatten die Spitzen der Stadtverwaltung am Montag den Preußen-Verantwortlichen vorgestellt.

Danach kommt ein gutes halbes Dutzend Flächen im Stadtgebiet von der Größe her für ein Stadion in Betracht, wie unsere Zeitung erfahren hat. Bezüglich dieser Areale sind aber Eigentums-, Erschließungs- und Finanzierungsfragen und damit die Realisierbarkeit eines Stadion-Neubaus noch völlig offen. Dennoch machte sich Zuversicht breit.

„Wir haben unser Versprechen eingelöst“

Insgesamt 24 Flächen hatte die Verwaltung in den vergangenen Wochen in Münster unter den von den Preußen genannten Rahmenbedingungen wie Erreichbarkeit und Vermarktungsmöglichkeiten geprüft. „Wir haben unser Versprechen eingelöst“, erklärte Oberbürgermeister Markus Lewe.

Die Preußen-Verantwortlichen wollen sich jetzt eine Detailanalyse der konkreter ins Auge gefassten Standorte vornehmen. „Wir möchten bis zum Sommer klarer sehen“, kündigte Strässer nach dem „konstruktiv, in die Zukunft gerichteten Gespräch“ an, wie es beide Seiten bezeichneten.

„Alle Beteiligten wollen einen Erfolg“

Über die Inhalte vereinbarten Stadtverwaltung und Verein Vertraulichkeit. Das gilt auch für die möglichen Standorte, zu denen dem Vernehmen nach weiterhin eine Fläche in Albachten sowie ein Grundstück am Hafen gehören sollen. „Alle Beteiligten wollen einen Erfolg“, glaubt Strässer nach dem Gespräch am Montagmittag. „Es geht voran in kleinen Schritten.“

Von beiden Seiten seien aber auch die offenen Fragen benannt worden, sagte Oberbürgermeister Lewe. Dazu gehöre auch die Finanzierung von Stadion und notwendiger Infrastruktur. Lewe betonte, dass die finanzielle Beteiligung der Stadt Münster unter dem Vorbehalt der äußert angespannten Haushaltslage stehe. Außerdem genieße der Wohnungsbau in der wachsenden Stadt Münster Priorität.

„Es wird Zeit für ein Gespräch mit der Politik“

Am kommenden Montag sollen die Ratspolitiker im interfraktionellen Arbeitskreis „Stadion“ über den aktuellen Sachstand und die Ergebnisse der städtischen Standort-Prüfung informiert werden. „Wir reden im Moment ausschließlich mit der Verwaltung“, räumte Strässer ein. „Es wird Zeit für ein Gespräch mit der Politik.“

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