So., 23.04.2017

Ausstellung über nationale Lehrbücher Zweiter Weltkrieg aus Länder-Sicht

Ein Foto aus einem Lehrbuch zum Zweiten Weltkrieg: Eine Ausstellung in der Bezirksregierung informiert über die Sichtweisen der Geschichte in nationalen Lehrbüchern.

Ein Foto aus einem Lehrbuch zum Zweiten Weltkrieg: Eine Ausstellung in der Bezirksregierung informiert über die Sichtweisen der Geschichte in nationalen Lehrbüchern. Foto: EU-Russland Zivilgesellschaftsforum

Münster - 

Am Montag (24. April) werde in der Bezirksregierung Münster eine in ihrer Art und Intention außergewöhnlich Ausstellung eröffnet, heißt es in einer Ankündigung: „Verschiedene Kriege. Nationale Geschichtslehrbücher über den Zweiten Weltkrieg“ lautet der Titel.

Die Ausstellung, die unter anderem von der Münsteranerin Gudrun Wolff von der Deutsch-Russischen Gesellschaft initiiert wurde, hatte vor einem Jahr in russischer Sprache in Moskau Premiere und wurde danach in Jekaterinburg, Perm, Nowosibirsk, Krasnoyarsk, St. Petersburg und in englischer Sprache in Prag, im EU-Parlament in Straßburg, in Mailand, Vilnius und Wroclaw gezeigt. Nun ist die Ausstellung in deutscher Sprache zum ersten Mal in Deutschland zu sehen.

Sie zeigt die unterschiedlichen Erzähl- und Sichtweisen über den Zweiten Weltkriegs in den Geschichtsbüchern weiterführender Schulen der Länder Deutschland, Italien, Litauen, Polen, Russland und der Tschechischen Republik. Fotos und Lehrbuchzitate, Statistiken und zusammenfassende Kommentare vermitteln die zentralen Botschaften der einzelnen Länder. Die Besucher gehen durch die Seiten der Geschichte, erkennen Übereinstimmendes und Kontroverses, andere Perspektiven und Erinnerungen im Konflikt, erläutert Gudrun Wolff.

Sie erarbeitete die Ausstellung zusammen mit der Arbeitsgruppe „Historische Erinnerung und Bildung“ des „EU-Russland Zivilgesellschaftsforums“, dessen Mitglied die Deutsch-Russische Gesellschaft ist.

Die Ausstellung wird am Montag um 17 Uhr durch die Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller in der Bezirksregierung, Domplatz 1-3, eröffnet. Im Anschluss diskutieren die Autorinnen und Autoren der Ausstellung aus Russland, Litauen und Deutschland sowie Experten für polnische und lettische Geschichte zum Thema Geschichtsunterricht, Erinnerungspolitik und Erinnerungen im Konflikt.

Die Ausstellung ist bis zum 12. Mai werktags von 8 bis 16 Uhr zu sehen.



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