Sa., 13.05.2017

Justizministerium zur JVA-Entscheidung „Laer war nie ein Top-Standort“

Laut Land baufällig: JVA an der Gartenstraße

Laut Land baufällig: JVA an der Gartenstraße Foto: kal

Münster - 

Das Düsseldorfer Justizministerium hat klargestellt, dass es die Entscheidung des Gemeinderates von Laer, dort keine JVA zu bauen, „akzeptiert“. Zugleich betont ein Ministeriumssprecher, dass Laer „nie ein Top-Standort“ für ein neues Gefängnis gewesen sei.

Von Martin Kalitschke

Da waren‘s nur noch . . . ja, wie viele eigentlich? Nach der Entscheidung des Gemeinderates von Laer, sich nicht als Standort für eine Justizvollzugsanstalt zu bewerben, hält sich der Bau- und Liegenschaftsbetrieb bedeckt, wie viele Grundstücksoptionen für einen Neubau nun noch im Rennen sind.

Mehrere Standorte werden überprüft

„Wir prüfen mehrere mögliche Standorte in Münster und im Umland und hoffen so schnell wie möglich auf ein Ergebnis“, so eine Sprecherin des Bau- und Liegenschaftsbetriebes in Münster. Nichts Neues also von dieser Behörde.

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Laer wäre ein interessanter Standort gewesen, aber für uns war er nie ein Top-Standort

Sprecher des NRW-Justizministeriums

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Derweil hat ein Sprecher des NRW-Justizministeriums klargestellt, dass man die in dieser Woche in Laer getroffene Entscheidung „natürlich akzeptiere“ und dort nicht etwa gegen den Willen der Gemeinde eine JVA durchdrücken werde. Nebenbei: „Laer wäre ein interessanter Standort gewesen, aber für uns war er nie ein Top-Standort.“ Ganz im Gegensatz zu Münster, wo man sich weiter gut einen Neubau vorstellen könne.

Hoffnung auf zeitnahes Ergebnis

„Wir hoffen, dass wir zeitnah zu einem Ergebnis kommen“, betont der Ministeriums-Sprecher. Der im März vom Justizminister kommunizierte Zeitplan, wonach die neue JVA bis 2022 stehen soll, gelte weiter. Dass man das Projekt nicht bis zur Landtagswahl vom Tisch bekommen habe, sieht er entspannt – „bei so etwas denkt man nicht in Legislaturperioden“.

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Die vom Land als „baufällig“ bezeichnete JVA an der Gartenstraße soll unterdessen bis Jahresende in Teilen gesichert werden, sodass dorthin – voraussichtlich ab Anfang 2018 – weitere Häftlinge zurückkehren können. Einen Neubau mache diese aber nicht obsolet.

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