Fr., 19.05.2017

ADFC-Fahrradklima-Test: Reaktionen auf den Spitzenplatz Mehr Geld und Raum für Radler nötig

Oberbürgermeister Markus Lewe freut sich über die Titelverteidigung.

Oberbürgermeister Markus Lewe freut sich über die Titelverteidigung. Foto: Stadt Münster

Münster - 

Die Freude über den ersten Platz ist in Reaktionen spürbar – aber auch die Gewissheit, dass die Stadt sich anstrengen muss, um die Spitzenposition künftig zu behaupten: Die Stadt Münster selbst stellt in einer Pressemitteilung fest, dass sie „mit einem hauchdünnen Vorsprung den ersten Platz vor Karlsruhe“ belegt. „Natürlich freuen wir uns“, sagt Oberbürgermeister Markus Lewe, „aber wir haben in einzelnen Kategorien deutlich verloren.“ Erhebliche Steigerungen seien nötig, „wenn wir weiter ganz oben in der ersten Liga spielen wollen, auch international“. Möglichst zügig sollen deshalb sichtbare Verbesserungen für den Alltagsradverkehr geschaffen werden. Das aktuelle Radverkehrskonzept biete hierfür gute Voraussetzungen. „Die darin enthaltenen Standards sowie das Veloroutenkonzept müssen jetzt oberste Priorität haben“, so Lewe. Peter Wolter, Vorsitzender des ADFC Münster, wundert die Verschlechterung nicht: „Das war abzusehen.“ Seine Kritik richtet sich vor allem an die Politik, die vor wegweisenden Entscheidungen kneife. Nötig seien mehr Geld und Raum für Radler, breitere und gut ausgebaute Radwege und Fahrradparkplätze – auch zulasten des Autoverkehrs. Ein Riesenproblem seien in Münster zudem Hindernisse auf Radwegen, etwa geparkte Pkw. „Wenn es so weitergeht, kann sich Münster bald nicht mehr mit dem Titel rühmen. Einige Städte holen ganz schön auf“, resümiert Wolter. „Sehr gut“, meint Münsters Ex-CDU-Bundestagabgeordneter Ruprecht Polenz. „Wenn wir den Spitzenplatz verteidigen wollen, dürfen wir uns nicht ausruhen.“ Auch er plädiert für „mehr Platz für Fahrräder im Straßenraum“, ein modernes Leezen-Leihsystem, geleaste E-Bikes als Dienstfahrräder für Mitarbeiter und eine bessere Bekämpfung des Fahrraddiebstahls.

Von Markus Kampmann

Die Freude über den ersten Platz ist in Reaktionen spürbar – aber auch die Gewissheit, dass die Stadt sich anstrengen muss, um die Spitzenposition künftig zu behaupten:► Die Stadt Münster selbst stellt in einer Pressemitteilung fest, dass sie „mit einem hauchdünnen Vorsprung den ersten Platz vor Karlsruhe“ belegt. „Natürlich freuen wir uns“, sagt Oberbürgermeister Markus Lewe, „aber wir haben in einzelnen Kategorien deutlich verloren.“ Erhebliche Steigerungen seien nötig, „wenn wir weiter ganz oben in der ersten Liga spielen wollen, auch international“. Möglichst zügig sollen deshalb sichtbare Verbesserungen für den Alltagsradverkehr geschaffen werden. Das aktuelle Radverkehrskonzept biete hierfür gute Voraussetzungen. „Die darin enthaltenen Standards sowie das Veloroutenkonzept müssen jetzt oberste Priorität haben“, so Lewe.► Peter Wolter, Vorsitzender des ADFC Münster, wundert die Verschlechterung nicht: „Das war abzusehen.“ Seine Kritik richtet sich vor allem an die Politik, die vor wegweisenden Entscheidungen kneife. Nötig seien mehr Geld und Raum für Radler, breitere und gut ausgebaute Radwege und Fahrradparkplätze – auch zulasten des Autoverkehrs. Ein Riesenproblem seien in Münster zudem Hindernisse auf Radwegen, etwa geparkte Pkw. „Wenn es so weitergeht, kann sich Münster bald nicht mehr mit dem Titel rühmen. Einige Städte holen ganz schön auf“, resümiert Wolter.► „Sehr gut“, meint Münsters Ex-CDU-Bundestagabgeordneter Ruprecht Polenz. „Wenn wir den Spitzenplatz verteidigen wollen, dürfen wir uns nicht ausruhen.“ Auch er plädiert für „mehr Platz für Fahrräder im Straßenraum“, ein modernes Leezen-Leihsystem, geleaste E-Bikes als Dienstfahrräder für Mitarbeiter und eine bessere Bekämpfung des Fahrraddiebstahls.



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