So., 18.06.2017

Docklands Festival Elektro-Fans feiern am Hawerkamp

Docklands Festival Münster. Foto: Ahlke

Das Docklands Festival 2017 in Münster. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Wer das Festival-Gelände am Hawerkamp betritt, betritt eine eigene kleine Stadt. Eine Stadt mit rund 13.000 „Einwohnern“ - viele von ihnen in kurzen Klamotten, mit Sonnenbrillen auf den Nasen und Glitzer oder Farbe im Gesicht. Zusammen tanzen und feiern die Besucher – manche von ihnen sogar 24 Stunden lang. Das Docklands Festival ging am Samstag in die achte Runde und ist größer als je zuvor.

Von Christina Schreur

Das Thermometer zeigt 22 Grad, der Himmel ist wolkenbedeckt - "das perfekte Festival-Wetter", findet Docklands-Veranstalter Thomas Pieper. Er hat sich dazu entschieden, das Festival in diesem Jahr zu vergrößern. Es gibt eine neue Open-Air-Bühne, Stage-Design im "Dschungel"-Stil und mit neuer Technik und einen eigenen Beach für die Gäste. „In Münster sind wir bekannt, aber das Ziel ist es in den nächsten Jahren auch national und irgendwann auch international wahrgenommen zu werden“, sagt er.

Fotostrecke: Docklands Festival 2017

Stars aus der Elektro- und Technobranche

Über 100 Künstler treten auf den drei Open-Air-Bühnen und später in den Clubs auf. Mit dabei: Alle Farben („Little Hollywood“), Andhim („Hausch“), Oliver Koletzki („Der Mückenscharm“) und a.n.a.l („Alles nur aus Liebe“). Die meisten von ihnen sind Stars in der Elektro- und Technobranche. Zum ersten Mal beim Docklands dabei ist Stephan Bodzin. Gesang gibt es in seinen Songs nicht, dafür satte Beats und starke Bässe. Bodzin spielt live auf dem Syntheziser. Vor der neuen Bühne am Kanal feiern die Besucher seine Songs.

Besucherzahl blieb konstant

Um die Neuheiten und das Line-Up finanzieren zu können, musste Veranstalter Pieper die Preise anheben. Ein Tagespass kostet jetzt 46 Euro – an sich nur wenig mehr als im Vorjahr. Trotzdem mussten die Veranstalter viel Kritik einstecken. Die Besucherzahl blieb ebenfalls konstant. „Ich sehe das als Aufbauarbeiten“, sagt Pieper. Im nächsten Jahr hofft er auf mehr Besucher und mehr nationaler Beachtung des Festivals. 

Headliner Fritz Kalkbrenner

„Einfach mal um zu tanzen“, ist Lina Derup (21) zum Docklands-Festival gekommen. „Es ist schon was besonderes, dass es so etwas in Münster gibt“, sagt sie. Ihr Highlight: Headliner Fritz Kalkbrenner. Als er um 20.30 Uhr auf der Hauptbühne auftritt, wird es voll auf dem Platz. Kalkbrenner ist der einzige Künstler auf der Hauptbühne, der live singt.

„Eigentlich finde ich alle ziemlich cool“

In den ersten Reihen steht Maria Brenske (23) und ihrer 20-köpfigen Gruppe. Sie studiert in Münster und ist zum zweiten Mal beim Docklands dabei. Einen Lieblings-Künstler hat sie an diesem Abend nicht. „Eigentlich finde ich alle ziemlich cool“, sagt sie und wechselt deswegen von Bühne zu Bühne. Finden kann man sie trotzdem immer. Denn: die Gruppe hat einen Partystab dabei. Aus zwei Lampignons haben sie Quallen gebastelt, darüber ist ein Luftballon. „Ein Freund hatte die Idee, weil wir so viele sind und es lustig wäre, einen Partystab zu haben“, sagt Brenske.

Termin für das Docklands 2018 steht schon fest

Mit Kalkbrenner, seinem wohl bekanntesten Song „Sky and Sand“ und einer Ladung Konfetti geht das Festival am Hawerkamp zu Ende. Zumindest das Programm auf den Open-Air-Bühnen. Bis um 12 Uhr am Sonntag wurde auf 14-Clubs-Dancefloors rund um den Hafen weitergefeiert. Der Termin für das Docklands 2018 steht auch schon fest: Samstag, 9. Juni 2018.



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