So., 18.06.2017

Münster trauert um Altbundeskanzler „Europa ohne Kohl nicht zu denken“

 Über den Westfälischen Friedenspreis in Form eines Pferdes freut sich Altbundeskanzler HelmutKohl am Samstag (27.10.2001) im historischen Rathaus in Münster.

 Über den Westfälischen Friedenspreis in Form eines Pferdes freut sich Altbundeskanzler HelmutKohl am Samstag (27.10.2001) im historischen Rathaus in Münster. Foto: Bernd Thissen/dpa

Münster - 

Münster trauert um den verstorbenen Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl (CDU).

Von Ralf Repöhler

Für den Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Prof. Dr. Thomas Sternberg, sei für den großen Politiker und Staatsmann Kohl der christliche Glaube stets Fundament und Orientierung gewesen. „Der europäische Einigungsprozess wurde zu seiner Lebensaufgabe. Auf diesem Fundament hat er mit großem Gespür für die geschichtliche Entwicklung und mit großem Mut zu politischer Verantwortung die Wiedervereinigung Deutschlands maßgeblich gestaltet“, so Sternberg.

Der Vorsitzende der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL), Dr. Reinhard Zinkann, zeigte sich „tief betroffen“ vom Tode Kohls, der im Jahr 2000 mit dem Preis des Westfälischen Friedens geehrt worden war. Die WWL habe mit der Auszeichnung die Verdienste Kohls bei der deutschen Wiedervereinigung und der Überwindung der Spaltung Europas honoriert.

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Für Münsters CDU hinterlässt Helmut Kohl große sichtbare Spuren in der deutschen wie auch internationalen Geschichte. Er werde der CDU stets Identifikation und Orientierung bleiben. Kohl sei eine Ausnahmepersönlichkeit mit enormer politischer Intuition, Gestaltungswillen sowie Werte- und Machtbewusstsein gewesen. „Legendär waren seine Wahlkampfauftritte und Parteitagsreden, die viele Menschen faszinierten“, so die stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU Münster, Petra Hensel-Stolz, die ihn sowohl im Jahr 1987 im Wahlkampf in Münster als auch bei zahlreichen Parteiveranstaltungen erlebte.

Der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Dietrich Aden, sagt, dass Europa ohne Kohl nicht zu denken sei. „Wir werden sein Erbe weitertragen.“ Kohl habe eine menschliche Größe gehabt, die zum Handschlag von Verdun und zur Versöhnung mit Gorbatschow geführt habe. 



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