So., 18.06.2017

Promenadenflohmarkt Konzept Ramschzeit geht auf

Eva Meer und Detlev Grollmisch können sich über einen Mangel an Kundeninteresse beim Promenadenflohmarkt nicht beklagen. Jeder kann den Preis für seinen Wunschkrempel selbst bestimmen, flotte Sprüche gibt es vom Paar gratis dazu.

Eva Meer und Detlev Grollmisch können sich über einen Mangel an Kundeninteresse beim Promenadenflohmarkt nicht beklagen. Jeder kann den Preis für seinen Wunschkrempel selbst bestimmen, flotte Sprüche gibt es vom Paar gratis dazu. Foto: hpe

Münster - 

Die Besuchszahlen stimmten und die Umsätze passten: Der zweite Promenadenflohmarkt am Samstag lockte mehrere 1000 Menschen zum Feilschen und Stöbern an. Kitsch, Kunst und Krempel gab es wieder reichlich.

Von Helmut P. Etzkorn

Eva Meer überlässt den Kunden das Grübeln und Feilschen um den besten Preis. Zusammen mit Detlev Grollmisch steht sie am Samstagmorgen hinter ihrem Tapeziertisch in der Promenade und hat ein breites Spektrum an Kunst, Kitsch und Krempel aufgebaut. Püppchen mit Röckchen aus Sackleinen, adventliche Sternchen-Teelichter, Kristallgläser und Kerzenhalter mit Bärchen.

„Alles zum Preis nach Wahl“, ruft sie. Und ergänzt: „Kauft, das Zeug muss raus, egal für welchen Preis.“ Seit 18 Jahren ist das Paar regelmäßig beim Promenadenflohmarkt dabei, und ihre recht ungewöhnliche Art, Umsätze auf gut Glück zu machen, hat sich nach eigener Einschätzung bewährt. „Einen Cent gibt keiner, vielen legen zwei oder fünf Euro hin, und am Ende stimmt bei uns die Kasse“, sagt Eva Meer zu ihrem Konzept Ramschzeit.

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Ein Teller Erbsensuppe ist Pflicht. Und wenn ich dann noch eine Heino-Platte finde, ist alles gut.

Franz Einhaus, Flohmarkt-Besucher

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Ein paar Meter weiter steht Cornelia Leser, die um 5 Uhr morgens schon 21 Bananenkartons voll mit T-Shirts, Puzzle-Spielen und Büchern vom Parkplatz Stadtbad-Mitte bis zu ihrem Stand geschleppt hat. „Die Stimmung ist bei dem Wetter entspannt, die Leute sind gut drauf und jede Minute ein lustiger Spruch. Das gefällt mir und ist wichtiger, als die Umsätze“, sagt sie. Dabei hat sie auch alte Schulposter, die Burg Vischering zeigen. 40 Euro will sie dafür haben, ein Pärchen hat Interesse. „Wir sind heute Abend auf der Burg eingeladen, das wäre ein tolles Mitbringsel“, meinen sie. Doch der Preis ist ihnen zu hoch, Pech für Cornelia Leser.

900 private und professionelle Verkäufer waren am Samstag aktiv, insgesamt wird der Besuch als „befriedigend bis gut“ eingeschätzt. Mitte Juli können sich die Trödelfreunde auf den Nachtflohmarkt freuen.



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