So., 18.06.2017

Motorradtage Münster PS-starke Leidenschaften

Chromglänzend und Eindruck schindend: Die PS-starken Motorräder zogen auf dem Prinzipalmarkt die Blicke auf sich. Pflichtbewusst wurde die dreieinhalb Meter breite Rettungsgasse freigelassen.

Chromglänzend und Eindruck schindend: Die PS-starken Motorräder zogen auf dem Prinzipalmarkt die Blicke auf sich. Pflichtbewusst wurde die dreieinhalb Meter breite Rettungsgasse freigelassen. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Rund 1000 Freunde starker Motoren und Maschinen gestalteten die Motorradtage Münster. Höhepunkt war der Corso über den Prinzipalmarkt.

Von Klaus Möllers

Mit dem Motorrad mitten hinein in die „gute Stube“. Auf bequemen Stühlen staunten manche Gastronomie-Gäste vor „Stuhlmacher“ und „Ratskeller“ nicht schlecht, als knatternd und donnernd Hunderte PS-starke Motorräder über das Kopfsteinpflaster die Ruhe verdrängten.

Einmal im Jahr geht das – dann dürfen die Freizeit- und Hobby-Fahrer der Motorradtage mit ihren Maschinen Münsters Vorzeigestraße vereinnahmen. Bei ihrem Korso am Sonntag fuhren über 1000 – so schätzte es Moderator Marcell Kaiser für die Veranstalter – auf, um sich dann wie ein Spalier neben den Arkadenbögen einzureihen.

Fotostrecke: Motorradkorso auf dem Prinzipalmarkt

Zum 36. Mal fanden am Wochenende die Motorradtage Münster statt. Sie ziehen Teilnehmer aus dem Münsterland, aber auch weit darüber hinaus an. Hauptveranstaltungsort: das Gelände des Vereins Mot-Treff-Kotten in den Rieselfeldern.

Honda, Yamaha, BMW, Moto Guzzi, Ducati, Kawasaki, KTM und jede Menge Harley Davidson-Modelle rollten über den Prinzipalmarkt – auch Cross- und viele Sportmaschinen waren zu sehen. Als Kuriosität tuckerte ein roter Vespa-Roller im Tross mit.

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Mit einem „Herzlich willkommen in Münsters guter Stube“, begrüßte Bürgermeisterin Beate Vilhjalmsson die Biker, von denen ein beträchtlicher Teil allein des Korsos wegen gekommen war. An den drei Veranstaltungstagen nahmen laut Verein zwischen 120 und 200 Aktive auf dem Mot-Treff teil. „Als Nicht-Bikerin“, so erklärte es Vilhjalmsson, sei sie immer wieder „überwältigt von diesem grandiosen Anblick, wenn die Massen durchfahren“.

Sie wies auf den sportlichen Aspekt des Fahrens hin: Der Mot-Treff-Kotten sei „als gemeinnützig und als freier Träger der Jugendarbeit anerkannt“ und mache sich als „Anlaufpunkt“ bei den Themen Sicherheit, Informationen zum Motorradsport und Angebote für Jugendliche verdient.

Die Sieger

Bei den Vereinsmeisterschaften gewannen Georg Schulz („Anfänger“), Domenic Urban („Fortgeschrittene“) und Wolle Schmalenberg („Eigene Karre“). Erste Plätze belegten aus Münster Thorsten Wolf („Trial Erwachsene Fortgeschrittene“) und Kira Möhlmann („Aufgaben- und Orientierungsfahrt“). Ihr Preis: ein Wochenende in Hockenheim.

Für den Verein gab James Goldhagen als Vorsitzender Lob und Dank zurück – unter anderem an die Stadt, an die Polizei und an die Stadtwerke („hier könnte im Moment kein Bus fahren“) sowie an die ehrenamtlichen Helfer der Motorradtage.

Vereinzelt nahmen auch Biker mit ihren Club-Kutten teil – zum Beispiel von der „Wild Crew Münster“ und den „Freebikern Ladbergen“. Die weiteste Anreise hatte ein Fahrer aus Freiburg. Der Älteste war mit 69 Jahren ein Gast aus Wachtberg, die Jüngste ein acht Wochen altes Mädchen aus Zeven mit seinen Eltern. Die hatten ihr Kind für den Korso mit einen Mini-Motorradanzug angekleidet: Darauf stand: „Wenn ich groß bin, werde ich ein Biker.“

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