Do., 13.07.2017

Die Tiger kommen zurück Neue Tieranlagen im Allwetterzoo Münster

Das neue Außengehege für die Tiger ist schon gut erkennbar. Künftig wird man durch die großen Scheiben (blau getönt) die Tiere beobachten können. Das Plüsch-Exemplar ist garantiert ungefährlich – es wurde aus dem Zoo-Shop ausgeliehen.

Das neue Außengehege für die Tiger ist schon gut erkennbar. Künftig wird man durch die großen Scheiben (blau getönt) die Tiere beobachten können. Das Plüsch-Exemplar ist garantiert ungefährlich – es wurde aus dem Zoo-Shop ausgeliehen. Foto: hpe

Münster - 

Für rund 1,5 Millionen Euro baut der Zoo ein neues und deutlich größeres Außengehege für die Tiger. Auch die Leoparden bekommen mehr Gelegenheit zum Klettern. Nach den Sommerferien soll alles fertig sein.

Von Helmut P. Etzkorn

Anfang September kommen die Großkatzen zurück nach Münster. Der ­Neubau des Außengeheges für Tiger und Leoparden im Allwetterzoo geht in die Schlussphase. Die künstlichen Teiche sind ebenso wie Kletterbäume, begrünte Ruhe­flächen und Felsgestein-Elemente bereits in dem 1700 Quadratmeter großen Areal aufgebaut. „Es fehlt nur noch der Feinschliff“, so Zoo- Technikchef Dirk Heese.

Panzerglas statt Wassergraben

Die fünf Meter hohen Gitterzäune stehen, sie werden aufgelockert durch großformatige Panzerglas-Beobachtungsfenster. Weil es in der von 350 auf 1700 Quadratmeter vergrößerten Außenanlage keinen begrenzenden Wassergraben mehr gibt, musste die hohe Zaun­variante zum Schutz der Besucher vor den sprungstarken Katzen gewählt werden, so Heese. Den freien Blick auf die Tiere ohne Glasvorbau, wie man ihn aus der alten Anlage kennt, wird es also künftig nicht mehr geben.

Jungtier als Publikums­magnet

Die beiden im Zoo beheimateten Sibirischen Tiger Nely und Fedor sind während der Bauphase seit Anfang des Jahres in Zoos in Krefeld und Zürich unter­gebracht. In der ersten ­Septemberwoche sollen sie ihr „neues Wohnzimmer“ (Zoosprecherin Stefanie Heeke) beziehen können.

Ursprünglich wollte man die Tiger ganz aus dem Zoo verbannen, jetzt aber gibt es eine neue Strategie. Von Fedor, der Nachfolger von Rasputin ist, erhofft man sich Nachwuchs mit Nely. Zoochef Dr. Thomas Wilms wäre froh, wenn er 2018 ein Tiger-Jungtier als Publikums­magnet vorweisen könnte.

Neues Gehege auch für Leoparden

Zeitgleich wird auch das neue Gehege für die Leoparden fertig. Statt eines ver­gitterten Freilaufs haben die Leoparden künftig ein 600 Quadratmeter großes und sieben Meter hohes Kletterareal. Die gesamte Bau­maßnahme kostet rund 1,5 Millionen Euro. Der Zoo­verein unterstützt das Projekt mit 300.000 Euro. An den Abenden „Nachts im Zoo“ am 19. und 26. August können Besucher die Anlage besichtigen.

Fotostrecke: Fedor - Der neue Tiger im Allwetterzoo Münster

Für Irritationen sorgte in den vergangenen Wochen immer mal wieder die Beschilderung am Zoo-Haupteingang. Dort war lediglich zu lesen, dass die öffentliche Fütterung der Tiger ausfällt. Hinweise darüber, dass die beim Publikum sehr beliebten Katzen aktuell gar nicht in Münster sind, erfuhr man nur über die Homepage. Nun hat man reagiert. „Wir weisen am Eingang explizit darauf hin, dass die Tiger ­aktuell nicht im Zoo an­zutreffen sind“, so Heeke.

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