So., 16.07.2017

AaSeerenaden: Tausende applaudieren Fabrizio Ventura und dem Sinfonieorchester Ein Sternenregen zum Abschied

Aasee in Flammen: Ein prächtiges Höhenfeuerwerk schloss das Konzert des Sinfonieorchesters der Stadt Münster am Samstag ab.

Aasee in Flammen: Ein prächtiges Höhenfeuerwerk schloss das Konzert des Sinfonieorchesters der Stadt Münster am Samstag ab. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Die AaSeerenaden gingen in eine weitere Runde – nicht nur mit einem furiosen Konzert, sondern auch einem großen Feuerwerk.

Von Johannes Loy

Zum bombastischen Schluss und als Zugabe servierte das Sinfonieorchester Münster unter der Leitung von Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura noch einmal den Schlusssatz aus Ottorino Respighis „Pini di Roma“. Aus allen Himmelsrichtungen lieferten die Bläsergruppen dabei ihre Fanfarenklänge Richtung Seebühne, wo Fabrizio Ventura seine Musiker mit geballter Körpersprache zusammenhielt. Tosender Applaus.

Es war der Schlusspunkt eines fantastischen Abends. Milde Sommerluft, von Westen näherte sich eine Wolkenfront, doch es blieb trocken, und Respighis Rom-Trilogie bildete den passenden Schluss- und Höhepunkt nicht nur dieses mittleren AaSeerenaden-Tages, sondern auch der zehnjährigen Schaffenszeit des Römers Fabrizio Ventura in Münster. Bis zu 7000 Zuschauer versammelten sich auf, neben und hinter den Aaseeterrassen, um nicht nur dem Konzertabend beizuwohnen, den das Orchester der Musikhochschule mit Werken von Beethoven und Rachmaninov eingleitet hatte, sondern sicher auch, um dem Generalmusikdirektor ihre Reverenz zu erweisen.

Fotostrecke: AaSeerenaden am Samstagabend: Sinfonieorchester Münster begeisterte das Publikum

AaSeerenaden-Intendant Peter von Wienhardt dankte Ventura und seiner Gattin mit Blumen, und Oberbürgermeister Markus Lewe griff ganz tief ins Laudatio-Vokabular, lobte den wahrhaften Europäer und gar das Genie Ventura. Der wurde angesichts des Schwalls an höchstem Lob ganz verlegen und servierte dann mit einleitenden Worten Ottorino Respighis Rom-Trilogie. Sozusagen ein Geschenk des Römers aus Rom an die Münsteraner, die, das darf man ohne Übertreibung sagen, den GMD, das Sinfonieorchester und das Theater Münster in den vergangenen Jahren immer mehr schätzen gelernt haben. Zumal die AaSeerenaden das richtige Crossover-Podium bieten, die Klassik einem großen Publikum nahezubringen und kulturelle Schwellenangst abzubauen.

„Dies ist der schönste Konzertsaal in Münster“, meinte Ventura mit nachdenklichem Blick auf die Aaseebühne. „Allerdings nur im Sommer, nicht im Winter und auch nicht bei Regen.“ Ein Wink mit dem Zaunpfahl; denn ein großer Wunsch blieb dem GMD versagt: eine neue Musikhalle.

Ob es mit Unterstützung vieler Freunde und Förderer doch noch einmal gelingt? Wer weiß es schon? Vielleicht haben ja viele der Musikfreunde im Anblick des prächtigen abschließenden Feuerwerks mit atemberaubenden Sternschnuppen auch für sich ganz persönlich diesen Zukunftswunsch formuliert. 



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