So., 23.07.2017

10. Sparda-Münster-City-Triathlon Hafenwasser besteht Geschmackstest

Die Blaukappen am Start: Die Teilnehmer der Volksdistanz stürzen sich vom Skulptur-Steg des Hafenbeckens in die Fluten des Wettkampfes.

Die Blaukappen am Start: Die Teilnehmer der Volksdistanz stürzen sich vom Skulptur-Steg des Hafenbeckens in die Fluten des Wettkampfes. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Über 1250 Teilnehmer waren am Wochenende beim 10. Sparda-Münster-City-Triathlon am Start. Zuschauer und Sportler genossen die besondere Atmosphäre. Und auch den Geschmackstest hat das Hafenwasser bestanden.

Von Martina Döbbe

Der Kenner schmeckt ja ganz genau, ob das Wasser gut ist . . . Und die Schwimmer, die am Sonntag Münsters Hafenbecken durchpflügen, haben es den Organisatoren gleich tausendfach bestätigt: „Das Hafenwasser ist sehr gut“, berichtet Daniel Mehring. Aber natürlich reicht das allein noch nicht: Offizielle Wasserproben, so sagt der Mann vom Orga-Team, untermauern das auch amtlich.

Es sind über 1250 Teilnehmer, die sich beim 10. Sparda-Münster-City-Triathlon in die Fluten stürzen, anschließend in den Rennradsattel schwingen und dann noch die Laufschuhe überstreifen. Und sie alle genießen ganz offensichtlich am Sonntag die besondere Atmosphäre, die der Hafen als Kulisse des inzwischen traditionellen Sportevents bietet.

 

 

Viel Trubel am Hafen

Immer nah dran sind dabei auch die Zuschauer. Ganze Familien säumen Becken- und Streckenrand, jubeln und winken den Sportskanonen aus ihrer Verwandtschaft und Bekanntschaft zu, schwenken Fähnchen und Plakate mit Namen. Und sind manchmal auch ein bisschen enttäuscht: „Nix gesehen, nix gehört“, sagt Marlies Reimann und blickt geradezu fassungslos hinter ihrem Freund her, der auf der Strecke gerade schnurstracks an ihr vorbeigelaufen ist und sie offensichtlich gar nicht wahrgenommen hat. „Seit einer Stunde habe ich hier auf diesem Moment gewartet . . .“ Andreas Beckers hat mehr Glück: Seine Frau spurtet heran und hat sogar Zeit für ein Küsschen.

Gerade bei der Volksdistanz, wo die Schwimmer 500 Meter, die Biker 20 Kilometer und die Läufer fünf Kilometer auf dem Plan haben, sind um 11 Uhr beim Start am Hafenbecken reichlich „Anfeuerer“ versammelt. Fotoapparate und Handys halten den Moment fest, als der Startschuss fällt – und sich die Gruppen nacheinander in die Fluten stürzen. Auftakt beim Schwimmen machen die „Blauhelme“, die erste Gruppe ist an den blauen Badekappen zu erkennen.

Fotostrecke: Sparda-Münster-City-Triathlon 2017

Sprung vom Skulptur-Steg

Die Besonderheit und Herausforderung bei der Planung in diesem Jahr war die Einbindung des Skulptur-Stegs von Ayse Erkmen, der an diesem Wochenende geschlossen blieb. Stattdessen hatten die Organisatoren in Höhe der Hafenkäserei eine Plattform eingerichtet, über die die Schwimmer dann die Beckenseiten wechseln konnten. Für besonderen Applaus sorgten alle, die sich von dort dann wieder mit einem gekonnten „Köpper“ oder Hechtsprung ins Wasser warfen, um die Reststrecke Richtung Ausstieg am Stadtwerkeplatz zurückzulegen.

KOMMENTARDie Kunst überwunden

Ganz klar: Münsters Hafen ist immer eine tolle Kulisse. Für Feste, für Filme – und nun auch wieder für den Triathlon. Den zehnten inzwischen, der den Organisatoren neben dem ohnehin schon enormen Aufwand für die Großveranstaltung noch die kniffelige Lösung abverlangte, den Skulptur-Steg durch das Hafenbecken in den Ablauf des sportlichen Wettkampfs miteinzubeziehen.

Für den Zuschauer bot sich das ungewohnte Bild der Athleten, die aus dem Wasser heraus eine dafür konstruierte Plattform erklimmen und an der anderen Seite ihre Schwimmstrecke fortsetzen – was offensichtlich problemlos funktioniert hat: Sie haben die Kunst überwunden.

Auch damit haben die Triathlon-Macher bewiesen, dass sie sich von ungewöhnlichen Situationen nicht aus der Bahn bringen lassen und alles daran setzen, die über Münster hinaus etablierte Veranstaltung zu sichern.



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