Di., 01.08.2017

Name für Känguru-Waisenkind steht fest Kleine „Sonne“ hüpft durch den Allwetterzoo Münster

Die Känguru-Waise entwickelt sich im Zoo unter liebevoller Obhut ihres Ziehvaters Ralf Nacke prächtig.

Die Känguru-Waise entwickelt sich im Zoo unter liebevoller Obhut ihres Ziehvaters Ralf Nacke prächtig. Foto: hpe

Münster - 

Über 600 Leser haben sich an der Aktion „Findet einen Namen für das Känguru-Waisenkind“ beteiligt, jetzt hat die Jury im Zoo um Direktor Dr. Thomas Wilms die Qual der Wahl gehabt. Das kleine Beuteltier soll „Alinga“ heißen, und das bedeutet im Sprachschatz der Ureinwohner Australiens soviel wie „Sonne“.

Von Helmut P. Etzkorn

Kreativ, originell, humorvoll, authentisch und fantasiereich: 690 Leser haben uns in den vergangenen Tagen mit über 600 Namensvorschlägen für das Känguru-Mädchen im Zoo begeistert. Die Fachjury mit Zoochef Dr. Thomas Wilms, Kurator Dr. Dirk Wewers und Marketing-Chefin Steffi Heeke hatte am Dienstag bei der Auswahl die sprichwörtliche Qual der Wahl. Am Ende setzte sich „Alinga“ durch. 15 Mal war dieser Name aus dem Sprachschatz der Ureinwohner Australiens vorgeschlagen worden. Er bedeutet so viel wie „Sonne“.

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Das Los muss nun also darüber entscheiden, wer Namenspatron des im Januar geborenen Beuteltieres sein wird. Zur Taufe und Übergabe der Patenurkunde werden dann allerdings auch die anderen 14 „Alinga“-Namensgeber eingeladen. Zusätzlich werden noch Zoo-Jahreskarten verlost.

Inzwischen hat sich das Jungtier schon etwas in die Gruppe eingelebt, noch aber lebt es im Rucksack des Tierpflegers Ralf Nacke, der am Dienstag sein 40-jähriges Dienstjubiläum im Zoo feierte. Ihm zu Ehren gab es auch Namensvorschläge. So hätte das Känguru-Mädchen auch „Rana“ heißen können.

Fast alle Säugetiere im Tierpark am Aasee haben Namen. „Elefanten, Affen und Großkatzen hören auch darauf, zumindest manchmal“, so Wewers. Die vielen Fische und fast alle Vögel sind allerdings namenlos.

Muttertier erkankte

Mitte April hatte „Alinga“ erstmals aus dem Beutel geschaut, wenig später erkrankte das Muttertier an einer Infektion im Kieferbereich. Es konnte nicht mehr fressen und musste eingeschläfert werden. Seit dieser Zeit kümmert sich Nacke als Ziehvater um den kleinen Hüpfer. Tagsüber trägt er das Tierchen im Rucksack mit sich herum.

Nun soll „Alinga“ in der begehbaren Känguru-Anlage mit dem Weibchen „Pandora“ als Bezugstier an die Gruppe gewöhnt werden. Noch wird das Jungtier mit Milch versorgt, inzwischen frisst es aber auch schon Blätter.

Vorgestellt wird „Alinga“ bei den Känguru-Treffs am 2.,7.,9. und 14. August jeweils um 11 Uhr auf der Anlage im Zoo. Bei Zoobesuchern sind Kängurus in der Beliebtheitsskala ziemlich weit oben. „Sie können wie Pinguine und Erdmännchen auf zwei Beinen stehen. Das fasziniert offenbar die Besucher“, so Wewers.

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